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	<title>Kommentare zu: Ozus Markenzeichen Teil II: Trocknende Wäsche</title>
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	<description>Filme und Filmgeschichte des japanischen Kinos</description>
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		<title>Von: Klaus Wiesmüller</title>
		<link>http://www.japankino.de/2008/ozus-markenzeichen-teil-ii-trocknende-wasche/comment-page-1/#comment-4668</link>
		<dc:creator>Klaus Wiesmüller</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Mar 2008 20:08:28 +0000</pubDate>
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		<description>Dieser &quot;Ironia sudby&quot; klingt ja interessant... mich erinnert das irgendwie an einen Film von Tati, gab es da nicht auch mal so eine Verwechslungsgeschichte rund um standardisierte Wohnungen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser &#8220;Ironia sudby&#8221; klingt ja interessant&#8230; mich erinnert das irgendwie an einen Film von Tati, gab es da nicht auch mal so eine Verwechslungsgeschichte rund um standardisierte Wohnungen?</p>
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		<title>Von: orcival</title>
		<link>http://www.japankino.de/2008/ozus-markenzeichen-teil-ii-trocknende-wasche/comment-page-1/#comment-4648</link>
		<dc:creator>orcival</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Mar 2008 09:29:34 +0000</pubDate>
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		<description>Zweierlei,

erstens finde ich solche Hinweise wie den auf die Wäsche bei Ozu schon spannend, weil es in der Filmgeschichte ja durchaus von Leuten wimmelt, die  irgendwann einfach anfangen, sich selbst zu zitieren, und so sehr wohl kleine Kommentare zum eigenen Werk und der Situation (und Gesellschaft), in der sie entstanden sind abgeben.
Vielleicht ist Ozu nach den ersten Filmen aufgefallen, dass sowas wie Wäsche eine gute Möglichkeit ist dafür. 

Der zweite Punkt, der eher auf deinen Punkt mit der Wohnungsgröße eingeht: als Betrachter finde ich solche Szenen ja durchaus interessant und würde ihnen auch Auskunftswert zuschreiben, eben weil sich an ihnen Lebensbedingungen ablesen lassen. Bzw. manchmal nicht direkt ablesen lassen, sondern Fragen aufgeworfen werden, die sich nur durch die Lebensbedingungen beantworten lassen.

In &quot;Ironia sudby&quot;, dem russischen Sylversterfilm schlechthin, wird das z.B. sogar zur Handlung: im Suff verwechselt der Protagonist seine eigene Wohnung in Moskau mit der einer Frau in St. Petersburg - möglich ist das nur vor dem Hintergrund sowjetischen Wohnungsbaus und Möbeldesigns...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zweierlei,</p>
<p>erstens finde ich solche Hinweise wie den auf die Wäsche bei Ozu schon spannend, weil es in der Filmgeschichte ja durchaus von Leuten wimmelt, die  irgendwann einfach anfangen, sich selbst zu zitieren, und so sehr wohl kleine Kommentare zum eigenen Werk und der Situation (und Gesellschaft), in der sie entstanden sind abgeben.<br />
Vielleicht ist Ozu nach den ersten Filmen aufgefallen, dass sowas wie Wäsche eine gute Möglichkeit ist dafür. </p>
<p>Der zweite Punkt, der eher auf deinen Punkt mit der Wohnungsgröße eingeht: als Betrachter finde ich solche Szenen ja durchaus interessant und würde ihnen auch Auskunftswert zuschreiben, eben weil sich an ihnen Lebensbedingungen ablesen lassen. Bzw. manchmal nicht direkt ablesen lassen, sondern Fragen aufgeworfen werden, die sich nur durch die Lebensbedingungen beantworten lassen.</p>
<p>In &#8220;Ironia sudby&#8221;, dem russischen Sylversterfilm schlechthin, wird das z.B. sogar zur Handlung: im Suff verwechselt der Protagonist seine eigene Wohnung in Moskau mit der einer Frau in St. Petersburg &#8211; möglich ist das nur vor dem Hintergrund sowjetischen Wohnungsbaus und Möbeldesigns&#8230;</p>
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		<title>Von: Klaus Wiesmüller</title>
		<link>http://www.japankino.de/2008/ozus-markenzeichen-teil-ii-trocknende-wasche/comment-page-1/#comment-4616</link>
		<dc:creator>Klaus Wiesmüller</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Feb 2008 20:55:41 +0000</pubDate>
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		<description>Hi Patrick, natürlich wird das Motiv immer mal wieder verwendet, gern auch als Symbol für eine spirituelle Reinigung. Oder in Verfolgungsjagden, wenn der Held oder dessen Verfolger sich in Wäscheleinen verheddern. Aber mir ist kein Regisseur bekannt, der das Motiv immer wieder in so gut wie jedem Film benutzt, insofern ist es aus meiner Sicht gerechtfertigt, von einem Markenzeichen zu reden. Lasse mich aber gern eines besseren belehren, kannst mir ja mal noch ein paar Regisseure nennen, die auch in jedem Film zum Trocknen aufgehängte Wäsche zeigen  :-)

Und was die mit dem letzten Screenshot angesprochene Entwicklung angeht: Die dargestellte Szenerie ist offensichtlich nicht realistisch gemeint (ein Hochhaus, dessen Bewohner alle zur selben Zeit die Wäsche zum Trocknen raushängen?), sondern symbolisch. Und als solches sehe ich sie auch und interpretiere sie. Ob das dann zu weit hergeholt ist, muss jeder selbst entscheiden...

Noch eine Anmerkung: Auch heute ist es in Japan durchaus noch üblich, die Wäsche zum Trocknen nach draußen zu hängen (wenn man denn einen Garten/Balkon hat), weil viele Wohnungen und Häuser zu klein für einen Trockner sind. Es gibt sogar fahrende Händler, die ausschließlich die Gerüste zum Aufhängen verkaufen und die mit ihren per Megaphon in die Landschaft hinausgeplärrten Werbesprüchen ganz schön nerven können ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Patrick, natürlich wird das Motiv immer mal wieder verwendet, gern auch als Symbol für eine spirituelle Reinigung. Oder in Verfolgungsjagden, wenn der Held oder dessen Verfolger sich in Wäscheleinen verheddern. Aber mir ist kein Regisseur bekannt, der das Motiv immer wieder in so gut wie jedem Film benutzt, insofern ist es aus meiner Sicht gerechtfertigt, von einem Markenzeichen zu reden. Lasse mich aber gern eines besseren belehren, kannst mir ja mal noch ein paar Regisseure nennen, die auch in jedem Film zum Trocknen aufgehängte Wäsche zeigen  <img src='http://www.japankino.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und was die mit dem letzten Screenshot angesprochene Entwicklung angeht: Die dargestellte Szenerie ist offensichtlich nicht realistisch gemeint (ein Hochhaus, dessen Bewohner alle zur selben Zeit die Wäsche zum Trocknen raushängen?), sondern symbolisch. Und als solches sehe ich sie auch und interpretiere sie. Ob das dann zu weit hergeholt ist, muss jeder selbst entscheiden&#8230;</p>
<p>Noch eine Anmerkung: Auch heute ist es in Japan durchaus noch üblich, die Wäsche zum Trocknen nach draußen zu hängen (wenn man denn einen Garten/Balkon hat), weil viele Wohnungen und Häuser zu klein für einen Trockner sind. Es gibt sogar fahrende Händler, die ausschließlich die Gerüste zum Aufhängen verkaufen und die mit ihren per Megaphon in die Landschaft hinausgeplärrten Werbesprüchen ganz schön nerven können <img src='http://www.japankino.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Von: Patrick</title>
		<link>http://www.japankino.de/2008/ozus-markenzeichen-teil-ii-trocknende-wasche/comment-page-1/#comment-4597</link>
		<dc:creator>Patrick</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Feb 2008 19:34:23 +0000</pubDate>
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		<description>Diese Sichtweise halte ich für ein wenig überzogen. Es ist einfach Fakt, dass früher die Menschen ihre Wäsche häufiger draußen aufgehangen haben. Hierzulande findet man es einfach sehr selten. Es ist ja nicht so, als sei es nur in Ozus Filmen so, dass kurze Übergänge auf Leinen hängende Wäsche zeigt. Auch sind die durch den Fortschritt kommenden Änderungen zu sehen, weil es Standard wurde. Wieso sollte man auch zu Zeiten, in denen moderne, bessere Autos Verbreitung finden, noch Trabbis auf den Straßen zeigen? 

Dass jedoch die Einstellungen länger als in Streifen aus Hollywood zu sehen sind, mag vermutlich einfach nur damit zusammenhängen, dass derlei Geschichten nicht auf Geschwindigkeit/Action setzen. Es soll viel mehr einfach das Gefühl übermittelt werden, als sitze man mitten im Geschehen. Aber dies ist nur meine Auffassung ;)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Sichtweise halte ich für ein wenig überzogen. Es ist einfach Fakt, dass früher die Menschen ihre Wäsche häufiger draußen aufgehangen haben. Hierzulande findet man es einfach sehr selten. Es ist ja nicht so, als sei es nur in Ozus Filmen so, dass kurze Übergänge auf Leinen hängende Wäsche zeigt. Auch sind die durch den Fortschritt kommenden Änderungen zu sehen, weil es Standard wurde. Wieso sollte man auch zu Zeiten, in denen moderne, bessere Autos Verbreitung finden, noch Trabbis auf den Straßen zeigen? </p>
<p>Dass jedoch die Einstellungen länger als in Streifen aus Hollywood zu sehen sind, mag vermutlich einfach nur damit zusammenhängen, dass derlei Geschichten nicht auf Geschwindigkeit/Action setzen. Es soll viel mehr einfach das Gefühl übermittelt werden, als sitze man mitten im Geschehen. Aber dies ist nur meine Auffassung <img src='http://www.japankino.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
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