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	<title>Japankino &#187; Kurosawa Akira</title>
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	<description>Filme und Filmgeschichte des japanischen Kinos</description>
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		<title>The Quiet Duel</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 23:04:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Wiesmüller</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kurosawa Akira]]></category>

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		<description><![CDATA[Original: Shizukanaru kettô (1949) von Akira Kurosawa
Während einer Operation in einem Kriegslazarett schneidet sich der Arzt Fujisaki (Toshiro Mifune) und steckt sich anschließend bei seinem Patienten mit der Syphilis an. Nach Kriegsende kehrt er in die Klinik seines Vaters und zu seiner Verlobten Misao (Miki Sanjo) zurück und unterzieht sich heimlich einer Therapie. Doch ihm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Original: Shizukanaru kettô (1949) von Akira Kurosawa</em></p>
<p>Während einer Operation in einem Kriegslazarett schneidet sich der Arzt Fujisaki (<a title="Mehr bei IMDb" href="http://www.imdb.com/name/nm0001536/">Toshiro Mifune</a>) und steckt sich anschließend bei seinem Patienten mit der Syphilis an. Nach Kriegsende kehrt er in die Klinik seines Vaters und zu seiner Verlobten Misao (<a title="Mehr bei IMDb" href="http://www.imdb.com/name/nm0762807/">Miki Sanjo</a>) zurück und unterzieht sich heimlich einer Therapie. Doch ihm ist klar, dass es Jahre dauern wird, bis er die Krankheit überwunden haben wird. Obwohl es ihm beinahe das Herz zerreißt beendet er daher die Verlobung ohne Angabe von Gründen, damit Misao mit einem anderen Mann glücklich werden kann.</p>
<p>Seine Krankheit bleibt aber nicht allen verborgen: Eine der Krankenschwestern (<a title="Mehr bei IMDb" href="http://www.imdb.com/name/nm0784279/">Noriko Sengoku</a>) überrascht ihn, als er sich eine Injektion setzt. Sie vermutet, dass er sich die Syphilis in einem Bordell zugezogen hat und verachtet ihn deshalb zunächst. Doch als sie die Wahrheit erfährt und versteht welche Überwindung es ihn kostet, Misao zu ihrem eigenen besten ziehen zu lassen, betrachtet sie Fujisaki mehr und mehr als einen Heiligen. Entsprechend groß ist ihre Empörung, als der Mann in der Klinik auftaucht, bei dem Fujisaki sich angesteckt hatte &#8211; und der ohne seine Krankheit behandeln zu lassen seine Frau geschwängert hat.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2351" title="Quiet Duel Screenshot 01" src="http://www.japankino.de/wp-content/uploads/2012/01/vlcsnap-00010.jpg" alt="Quiet Duel Screenshot 01" width="450" height="335" /></p>
<p>In vieler Hinsicht ist <em>The Quiet Duel </em>ein Musterbeispiel aus dem frühen Werk Kurosawas. Wie schon im Jahr zuvor in <em>Der trunkene Engel</em> dient ihm eine Krankheit als Metapher für den Zustand der Gesellschaft &#8211; dass es nun die Syphilis statt der Tuberkulose ist, lässt vermuten, dass die sozialkritische Haltung des Regisseurs eher noch zugenommen hat. Auch das Schüler-Meister-Verhältnis ist in stark zurückgenommener Form in der Verehrung der Krankenschwester für den Arzt vorhanden.</p>
<p>Und seinen Helden lässt er wieder gegen die Auswüchse verantwortungslosen, schändlichen Handelns ankämpfen, verkörpert durch den Syphilis-Patienten, der die Gefahren der Krankheit herunterspielt, ihre Konsequenzen nicht akzeptieren will und ohne Rücksicht auf die Gesundheit seiner Frau mit ihr schläft. Zugleich muss Fujisaki aber auch einen Kampf mit sich selbst austragen, um nicht genau so zu handeln. Dieses Ringen zwischen seiner verantwortungsvollen, fürsorgenden und selbstlosen Seite und den Instinkten und Begierden in ihm ist das eigentliche, titelgebende stille Duell.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2353" title="Quiet Duel Screenshot 2" src="http://www.japankino.de/wp-content/uploads/2012/01/vlcsnap-00023.jpg" alt="Quiet Duel Screenshot 2" width="450" height="335" /></p>
<p>Ein großes Problem des Films ist jedoch, dass dieses Duell mit Ausnahme von zwei kurzen Momenten (Fujisakis Beichte an die Krankenschwester und sein Abschied von Misao) nicht wirklich fesselt und speziell in den Szenen mit Misao häufig ins melodramatische abdriftet. Zudem will die Überhöhung des Arztes in heiligengleiche Gefilde einfach nicht so recht gelingen und wirkt gerade in den finalen Szenen schon fast unfreiwillig komisch. Fünfzehn Jahre später gelang Kurosawa dann mit dem eigenwilligen Arzt Niide in <a title="Zur Japankino-Rezension von Rotbart" href="http://www.japankino.de/2007/rotbart/">Rotbart</a> eine perfekte Mischung aus übermenschlicher, aber zugleich augenzwinkernder Arztfigur.</p>
<p>Interessant ist, dass Kurosawas Wahl für die Rolle des Arztes auf Toshiro Mifune fiel, der in seiner bis dahin kurzen Karriere praktisch nur Gangster gespielt hatte. Doch Kurosawa glaubte an sein Talent und wollte ihm die Chance geben, sich mit dieser völlig anderen Rolle weiterzuentwickeln und setzte sich gegen die Bedenken des Studios durch. Mifune spielt zwar exzellent, dennoch fällt es mir jedesmal wieder schwer, ihm diesen rationalen, beherrschten und fast intellektuellen Arzt abzunehmen &#8211; die überbordende Emotionalität seiner meisten anderen Rollen wiegt einfach sehr schwer.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2352" title="Quiet Duel Screenshot 3" src="http://www.japankino.de/wp-content/uploads/2012/01/vlcsnap-00020.jpg" alt="Quiet Duel Screenshot 3" width="450" height="335" /></p>
<p>Kurosawa selbst schreibt in seiner Autobiographie mit großer Begeisterung von den Dreharbeiten an <em>The Quiet Duel</em>, gesteht aber ein, dass er mit dem Ergebnis nicht wirklich zufrieden war und es ihm nicht gelang, seine Botschaft wie gewünscht zu vermitteln. So ist der Film zwar keiner der großen Kurosawas und hat mit einigen Unzulänglichkeiten zu kämpfen. Dennoch bietet er auch einige interessante Highlights, allen voran die eröffnenden Szenen im Kriegslazarett mit ihrer enorm dichten Atmosphäre sowie einen jungen Toshiro Mifune in einer ziemlich ungewohnten Rolle.</p>
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		<title>Madadayo</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 20:45:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Wiesmüller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gendaigeki Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Kurosawa Akira]]></category>

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		<description><![CDATA[Original: Madadayo (1993) von Akira Kurosawa
Madadayo war die letzte Regiearbeit Kurosawas, in welcher der 1998 verstorbene Großmeister des japanischen Kinos die Schlachtfelder früherer Filme wie Ran, Kagemusha oder Die Sieben Samurai hinter sich lässt. Statt dessen widmet er sich der Geschichte des Deutschprofessors Uchida und seiner ihn verehrenden Schüler. Eine Handlung im eigentlichen Sinne fehlt dem Film, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="maintext"><em>Original: Madadayo (1993) von Akira Kurosawa</em></p>
<p class="maintext"><em>Madadayo </em>war die letzte Regiearbeit Kurosawas, in welcher der 1998 verstorbene Großmeister des japanischen Kinos die Schlachtfelder früherer Filme wie <a href="http://www.japankino.de/2007/ran/">Ran</a>, <a title="Zur Japankino Filmkritik" href="http://www.japankino.de/2008/kagemusha-der-schattenkrieger/">Kagemusha</a> oder <a title="Zur Japankino Filmkritik" href="http://www.japankino.de/2008/die-sieben-samurai/">Die Sieben Samurai</a> hinter sich lässt. Statt dessen widmet er sich der Geschichte des Deutschprofessors Uchida und seiner ihn verehrenden Schüler. Eine Handlung im eigentlichen Sinne fehlt dem Film, vielmehr setzt er sich aus Episoden und Anekdoten zusammen, die den Professor und seine Schüler vom Anfang der 1940er bis in die 1960er Jahre hinein verbinden.</p>
<p class="maintext"><em><img class="alignnone size-full wp-image-2338" title="Madadayo Screenshot 1" src="http://www.japankino.de/wp-content/uploads/2006/09/vlcsnap-431166.jpeg" alt="Madadayo Screenshot 1" width="450" height="256" /></em></p>
<p class="maintext"><span class="maintext">Zu Beginn des Films zieht Uchida (<a title="Mehr bei IMDb" href="http://www.imdb.com/name/nm0559581/">Tatsuo Matsumara</a>) sich überraschend aus der Lehrtätigkeit zurück, um sich ganz seinem literarischen Schaffen widmen zu können. Wir sehen die ersten ausgelassenen Besuche bei ihm, Saufgelage und das Schwelgen in alten Geschichten. Dann wird das Haus Uchidas von Bomben zerstört, er und seine Frau erleben das Ende des Krieges und die amerikanische Besatzung in einer kleinen Hütte. </span></p>
<p class="maintext"><span class="maintext">Doch den Frohsinn und die Lebensfreude kann das nicht beeinträchtigen, und kaum ist der Krieg vorüber, helfen die Schüler ihnen beim Wiederaufbau. Außerdem wird jedes Jahr der Geburtstag des Professors gebührend gefeiert, mit einem zentralen Ritual bei dem ihn die Schüler fragen &#8220;Mahda-kai?&#8221;            (&#8221;Fertig?&#8221;) und er antwortet: &#8220;Mahda-dayo!&#8221; (&#8221;Noch            nicht!&#8221;).</span></p>
<p class="maintext"><img class="alignnone size-full wp-image-2337" title="Madadayo Screenshot 2" src="http://www.japankino.de/wp-content/uploads/2006/09/vlcsnap-00011.jpeg" alt="Madadayo Screenshot 2" width="450" height="258" /></p>
<p class="maintext">Mit <em>Madadayo </em>schuf Kurosawa ein einfühlsames            Porträt eines lebensfrohen, aufgeweckten und liebenswerten Menschen,            der sich seine positive Haltung zum Leben und zu anderen Menschen auch angesichts von Verlusten im Krieg und zunehmender Beschwernisse            des Alterns bewahrt. Durch sein kindlich-sympathisches Wesen, seine Aufgeschlossenheit und seine unterhaltsamen Weisheiten bereichert er auch das Leben der Menschen um ihn herum, insbesondere seiner Ehefrau und seiner Schüler. Und die zahlen es ihm mit viel Liebe, Zuwendung und Unterstützung zurück.</p>
<p class="maintext">Die Dialoge sind dabei oft durch eine gewisse            oberflächliche Komik geprägt und bewegen sich teilweise am Rande der Belanglosigkeit. Die eigentlich entscheidenden            Hinweise auf die Beziehungen der Charaktere zueinander und die unendliche Wertschätzung, die dem Professor vor allem von seinen Schülern aber auch von vielen anderen Menschen entgegengebracht wird, werden oft ohne Worte und statt dessen durch Gesten und Handeln zum Ausdruck gebracht &#8211; wie es der japanischen Sitte entspricht.</p>
<p class="maintext"><img class="alignnone size-full wp-image-2339" title="Madadayo Screenshot 3" src="http://www.japankino.de/wp-content/uploads/2006/09/vlcsnap-433598.jpeg" alt="Madadayo Screenshot 3" width="450" height="256" /></p>
<p class="maintext">Kurosawa wurde seinem Ruf des Perfektionisten einmal mehr gerecht und legte bei den Dreharbeiten größten Wert auf Details,            um die für die Aussage des Films und die Darstellung der Charaktere so wichtigen            Stimmungen einfangen zu können. Für die Dreharbeiten an der wunderbare Szene,            in der Uchida und seine Frau in ihrer kleinen Hütte den Gang der            Jahreszeiten verfolgen, wurde beispielsweise keineswegs Kunstschnee verwendet. Vielmehr entstanden die Aufnahmen tatsächlich im Abstand von mehreren Monaten unter realen Witterungsbedingungen &#8211; ein enormer Aufwand angesichts der paar Sekunden im fertigen Film.</p>
<p class="maintext">Der Titel &#8220;Madadayo&#8221; stammt von den Rufen japanischer            Kinder beim Versteckspiel: Die Suchenden rufen &#8220;Mahda-kai&#8221;            und das sich versteckende Kind &#8220;Mahda-dayo&#8221;, bis es ein gutes            Versteck gefunden hat. Dies wird auch in der letzten Szene zum Höhepunkt            des Films, als der alte Uchida erschöpft von einer weiteren Feier            mit seinen Schülern im Schlaf von den Spielen der Kindheit träumt &#8211; ein Ende von geradezu betörender Schönheit!</p>
<p class="maintext"><img class="alignnone size-full wp-image-2341" title="Madadayo Screenshot 4" src="http://www.japankino.de/wp-content/uploads/2006/09/vlcsnap-437984.jpeg" alt="Madadayo Screenshot 4" width="450" height="257" /></p>
<p class="maintext"><em>Madadayo </em>wird damit zum Ausdruck des unbedingten Lebenswillens, des            Sich-versteckens vor dem &#8211; letztlich unausweichlichen &#8211; Tod. Doch mehr als das zeigt der Film vor allem, wie einfach ein schönes Leben sein kann: Gemütliche Gespräche und ausgelassene Saufgelage mit Freunden, besinnliches Betrachten des Mondes, Freude an Tier und Natur, eine harmonische und liebevolle Ehe &#8211; da wird selbst ein Weltkrieg zur Nebensache, und die größte Katastrophe ist das Verschwinden der geliebten Hauskatze.</p>
<p class="maintext">Verglichen mit den mitreißenden, atemlosen und teils verstörenden tour-de-force Filmen, die wir aus Kurosawas Werk sonst kennen, ist <em>Madadayo </em>ein ganz schöner Langweiler. Die meiste Zeit sitzen ein paar Leute einfach nur herum und hören einem alten Mann zu. Andererseits ist es aber wahrscheinlich der &#8220;japanischste&#8221; Film, den er je gedreht hat &#8211; ein würdiges Alterswerk eines Regisseurs, dem von seinen Landsleuten oft vorgeworfen worden war, ein &#8220;westlicher&#8221; Regisseur zu sein.</p>
<p class="maintext"><small><em>Dies ist die überarbeitete und erweiterte Fassung eines Artikels, der ursprünglich am 26. September 2006 veröffentlicht wurde.</em></small></p>
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		<title>Am allerschönsten</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 21:35:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Wiesmüller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gendaigeki Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Kurosawa Akira]]></category>

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		<description><![CDATA[Original: Ichiban utsukushiku (1944) von Akira Kurosawa
Eine Gruppe junger Mädchen stellt in einer Fabrik Präzisionslinsen für Kampfflugzeuge her, es ist ihr Beitrag zur Kriegsanstrengung Japans. Im Kampf gegen die materielle Übermacht der Gegner wird das Produktionsziel für die Arbeiter von der Fabrikleitung verdoppelt, das der Arbeiterinnen aber nur um 50% erhöht. Empört darüber, dass ihnen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Original: Ichiban utsukushiku (1944) von Akira Kurosawa</em></p>
<p>Eine Gruppe junger Mädchen stellt in einer Fabrik Präzisionslinsen für Kampfflugzeuge her, es ist ihr Beitrag zur Kriegsanstrengung Japans. Im Kampf gegen die materielle Übermacht der Gegner wird das Produktionsziel für die Arbeiter von der Fabrikleitung verdoppelt, das der Arbeiterinnen aber nur um 50% erhöht. Empört darüber, dass ihnen nur so wenig zugetraut wird, setzen die Mädchen mittels ihrer Anführerin Watanabe (<a title="Mehr bei IMDb" href="http://www.imdb.com/name/nm0944939/">Yoko Yaguchi</a>) eine stärkere Erhöhung durch. Doch um dieses Ziel auch zu erreichen, müssen Krankheiten, Unfälle und nicht zuletzt auch Streitigkeiten und Neid innerhalb der Gruppe überwunden werden. Dabei wird Watanabe von der Herbergsmutter Mizushima (<a title="Mehr bei IMDb" href="http://www.imdb.com/name/nm0409960/">Takako Irie</a>) unterstützt, die sich rührend um die Mädchen kümmert.</p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-2321" style="border-style: initial; border-color: initial;" title="The most beautiful Screenshot 01" src="http://www.japankino.de/wp-content/uploads/2011/11/vlcsnap-00025.jpg" alt="The most beautiful Screenshot 01" width="450" height="337" /></em></p>
<p><em></em>Nach dem großen Erfolg von <a title="Zur Japankino Filmkritik von Sanshiro Sugata" href="http://www.japankino.de/2010/sanshiro-sugata/">Sanshiro Sugata</a> erhielt Kurosawa den Auftrag für einen Propagandafilm, der den Geist der Nation feiern und bestärken sollte. Wie viele Regisseure wählte er dafür einen dokumentarischen Ansatz und war darum bemüht, den Alltag der Mädchen in der Fabrik so realitätsgetreu (und dennoch mit dem Propagandaziel vereinbar) darzustellen, wie möglich. Dazu ließ er alle Schauspielerinnen tatsächlich in einem Wohnheim auf dem Fabrikgelände unterbringen, Marschieren und Musizieren. Die Dreharbeiten müssen allen Berichten der Beteiligten zufolge hochgradig anstrengend gewesen sein.</p>
<p>Was hinter dem Film steht, wird noch vor Filmbeginn klar, da prangt nämlich ein Schriftzug &#8220;Greift den Feind an und zerstört ihn&#8221; &#8211; martialische Töne, die <em>Am allerschönsten</em> interessanterweise fast völlig ignoriert. Denn Kurosawa erzählt die Geschichte einer kleinen Gruppe Menschen, die sich ganz und gar in den Dienst einer Sache stellen. Ihr Gegner ist eine unerbittliche Produktivitätskurve in einem Diagramm, die zugleich als Stimmungsindikator dient. Sind Konflikte auszustehen oder Unglücksfälle zu überwinden, geht es mit der Kurve abwärts, feiert die Gruppe die Rückkehr eines Mitglieds oder hat sie Spaß beim Volleyball, geht es aufwärts.</p>
<p>Dass die Mädchen am Ende erfolgreich ihr Ziel erreichen, haben sie zum großen Teil ihrer Anführerin Watanabe zu verdanken. Die geht (wunderbar gespielt von Kurosawas späterer Ehefrau Yoko Yaguchi) mal vermittelnd, mal anspornend, mal mit strenger Hand voran und muss dabei selbst einen inneren Konflikt austragen: Soll sie ihre im Sterben liegende Mutter besuchen, oder ihrer Pflicht gegenüber der Sache nachkommen?</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2320" title="The most beautiful Screenshot 02" src="http://www.japankino.de/wp-content/uploads/2011/11/vlcsnap-00024.jpg" alt="The most beautiful Screenshot 02" width="450" height="337" /></p>
<p>Nach dem Krieg sah Kurosawa seine eigene Rolle als Instrument der Propaganda für das Regime und einen wahnwitzigen Krieg sehr kritisch und schämte sich, dass ihm der Mut zu Widerstand gefehlt und er sich sogar bei den Zensoren eingeschmeichelt hatte. Den Film selbst bezeichnete er in seiner Autobiographie zwar nicht als bedeutend, aber als einen seiner Liebsten, nicht zuletzt wegen der Erinnerungen an die außerordentlich enge Zusammenarbeit.</p>
<p>Bei aller Kritik angesichts des propagandistischen Subtextes ist <em>Am allerschönsten</em> ein Film, der auf spannende Weise zeigt, wie eine Gruppe von Menschen mit sich und schwierigen Umständen ringt und im Dienst einer Sache über sich selbst hinauswächst. Und das ist nunmal klassischer Kurosawa.</p>
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		<title>Rhapsodie im August</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Oct 2011 20:17:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Wiesmüller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gegenwartsfilme]]></category>
		<category><![CDATA[Kurosawa Akira]]></category>

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		<description><![CDATA[Original: Hachigatsu no kyoshikyoku (1991) von Akira Kurosawa
Vier Kinder verbringen den Sommer bei ihrer Großmutter Kane (Sachiko Murase) in Nagasaki, während ihre Eltern einen lange vergessenen Bruder Kanes in Hawaii besuchen, der es inzwischen zu Reichtum gebracht hat. Durch die Erzählungen der Großmutter und Ausflüge nach Nagasaki und in die Umgebung tauchen sie ein in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Original: Hachigatsu no kyoshikyoku (1991) von Akira Kurosawa</em></p>
<p>Vier Kinder verbringen den Sommer bei ihrer Großmutter Kane (<a href="http://www.imdb.com/name/nm0613561/">Sachiko Murase</a>) in Nagasaki, während ihre Eltern einen lange vergessenen Bruder Kanes in Hawaii besuchen, der es inzwischen zu Reichtum gebracht hat. Durch die Erzählungen der Großmutter und Ausflüge nach Nagasaki und in die Umgebung tauchen sie ein in die Geschichte ihrer Familie und des Atombombenabwurfs auf die Stadt, bei dem auch ihr Großvater ums Leben kam.</p>
<p>Als die Verwandten in Amerika davon erfahren, reist der Neffe Clark (<a href="http://www.imdb.com/name/nm0000152/">Richard Gere</a>) zum bevorstehenden Todestag des Großvaters am 9. August an und versetzt damit die Familie in Alarmstimmung. Völlig umsonst, wie sich herausstellt, denn anstatt durch die Bedeutung der Atombombe in der Familiengeschichte abgeschreckt zu sein, nimmt Clark aufrichtig Anteil an Kanes Trauer. Für die alte Dame werden die Erinnerungen jedoch immer realer &#8211; bis sie ganz in die Vergangenheit eintaucht.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2308" title="vlcsnap-00005" src="http://www.japankino.de/wp-content/uploads/2011/10/vlcsnap-00005.jpg" alt="vlcsnap-00005" width="450" height="247" /></p>
<p><em>Rhapsodie im August</em> wurde teils als oberlehrerhaft, teils als anti-amerikanisch kritisiert. Doch diese Kritik betrachtet den Film sehr oberflächlich und übersieht damit zum einen, dass der Abwurf der Atombombe keineswegs den Amerikanern vorgeworfen wird. Vielmehr wird sie und das Leid, das sie über die Menschen gebracht hat, als Bestandteil des Krieges gesehen und der Krieg in seiner Gesamtheit verurteilt. Zudem wird die Person von Clark &#8211; und damit stellvertretend auch Amerika &#8211; sehr positiv und sympathisch dargestellt.</p>
<p>Zum anderen geht es Kurosawa in seinen Filmen immer um die Menschen und wie sie selbst im Angesicht dramatischer Beschwernis Sinn und Glück finden. Dafür steht sinnbildlich auch das lange Leben von Kane, die trotz ihrer grausamen Erfahrungen letztlich ein zufriedenes Leben geführt hat und sich nun im hohen Alter an ihren Enkeln, leckeren Bohnen und der Schönheit des Mondscheins erfreut.</p>
<p>Kritisiert werden vielmehr die Erwachsenen, die ihrer amerikanischen Verwandtschaft genau die Probleme im Umgang mit der Atombombe und den Überlebenden unterstellen, die es <a title="Mehr zu Hibakusha bei Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Hibakusha">in Japan gibt</a>. Als Clark dann jedoch aufrichtig mit den Trauernden mitfühlt und keinerlei Berührungsängste hat, fallen sie aus allen Wolken.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2311" title="vlcsnap-00029" src="http://www.japankino.de/wp-content/uploads/2011/10/vlcsnap-00029.jpg" alt="vlcsnap-00029" width="450" height="247" /></p>
<p>Während ich diese Kritik an Kurosawas vorletztem Film also nicht gelten lasse, hat er dafür andere Schwächen. Die größte ist zweifellos, dass nach etwas mehr als der Hälfte ein völliger Bruch durch <em>Rhapsodie im August</em> geht. Standen in den ersten ca. 50 Minuten ganz Kane und die vier Kinder und ihre gemeinsame Reise in die Geschichte der Familie im Zentrum, wird mit dem Auftauchen zuerst der Erwachsenen und dann von Clark all das völlig beiseite gewischt und die Perspektive gewechselt. Was bei den Kindern eine sympathisch-unbedarfte Herangehensweise an die Vergangenheit war, wirkt nun streckenweise aufgesetzt, bemüht und hölzern.</p>
<p>Ganz unbenommen hat der Film &#8211; wie könnte es bei einem Kurosawa auch anders sein &#8211; aber auch einige sehr starke Momente. Zu nennen wäre etwa der Blick auf die Ameisen während des Trauergottesdienstes, deren langer Karawane die Kamera bis zu einer wunderschön erblühten Rose folgt. Und natürlich der Schluss, als sich Kane mit ihrem Regenschirm dem Taifun entgegenwirft und Abschied von der Realität nimmt. Eine wunderschön inszenierte Szene, bei sich Kurosawa auch ein bisschen selbst zitiert.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-2310" title="vlcsnap-00031" src="http://www.japankino.de/wp-content/uploads/2011/10/vlcsnap-00031.jpg" alt="vlcsnap-00031" width="450" height="247" /></p>
<p>Alles in allem ist <em>Rhapsodie im August</em> aus meiner Sicht dennoch einer der schwächsten Filme in Kurosawas Opus, aber gegen seine großen Meisterwerke können natürlich 99% aller Filme nicht anstinken, das kann also eigentlich kein vernünftiger Maßstab sein. Der Film hat Licht und Schatten, etwas mehr Stringenz und Konzentration auf die Figur der Kane hätte ihm gut getan, aber er setzt sich mit einem sehr schwierigen und emotionalen Thema auseinander und regt dabei auf interessante und angenehme Weise zum Nachdenken an.</p>
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		<title>Yojimbo &#8211; Der Leibwächter</title>
		<link>http://www.japankino.de/2011/yojimbo-der-leibwachter/</link>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 21:11:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Wiesmüller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jidaigeki Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Kurosawa Akira]]></category>

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		<description><![CDATA[Original: Yojimbo (1961), von Akira Kurosawa
Im Japan des Jahres 1860 kommt ein Ronin (Toshiro Mifune), der sich selbst nur Sanjuro nennt, in eine Stadt, in der sich die rivalisierende Banden eines Bordellbesitzers und eines Wirts um die            Vorherrschaft streiten. Er beginnt, die beiden Banden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="maintext"><em>Original: Yojimbo (1961), von Akira Kurosawa</em></p>
<p class="maintext">Im Japan des Jahres 1860 kommt ein Ronin (<a title="Mehr bei IMDb" href="http://www.imdb.com/name/nm0001536/">Toshiro Mifune</a>), der sich selbst nur Sanjuro nennt, in eine Stadt, in der sich die rivalisierende Banden eines Bordellbesitzers und eines Wirts um die            Vorherrschaft streiten. Er beginnt, die beiden Banden gegeneinander auszuspielen, in der Hoffnung, dass sie sich gegenseitig auslöschen. Dazu bietet er sich mal dem einen, mal dem anderen als Leibwächter (japanisch:            Yojimbo) an und befeuert auf jede nur mögliche Art die Rivalität zwischen den beiden.</p>
<p class="maintext">In die Quere kommt ihm bei seinen Plänen Unosuke (<a title="Mehr bei IMDb" href="http://www.imdb.com/name/nm0619938/">Tatsuya Nakadai</a>), der misstrauische und verschlagene jüngere Bruder des Wirts, der obendrein auch noch mit der überlegenen Kampfkraft            einer Pistole ausgestattet ist. Er ist ein ebenbürtiger Gegner für Sanjuro, durchschaut dessen Streiche und überwältigt ihn. Auch wenn er und seine Sippe schon wie die sicheren Sieger aussehen, Sanjuro gibt sich noch nicht geschlagen.</p>
<p class="maintext"><img class="alignnone size-full wp-image-2300" title="Yojimbo Screenshot 01" src="http://www.japankino.de/wp-content/uploads/2006/09/vlcsnap-00032.jpg" alt="Yojimbo Screenshot 01" width="450" height="198" /></p>
<p class="maintext"><em>Yojimbo</em> enthält viele Elemente des            klassischen Westerns, sowohl inhaltlich als auch stilistisch. Kurosawa reichert diese noch mit einem großen Maß            an Grausamkeit und moralisch zwiespältigen Gestalten an, allen            voran der Yojimbo selbst, sowie einem ständig ins Groteske abdriftenden schwarzen Humor. Diese Mischung machte den Film nicht nur sehr erfolgreich, er leitete damit auch eine grundlegende            Wandlung des traditionellen <a href="http://www.japankino.de/2006/jidaigeki/">Jidaigeki-Genres</a> ein, das sich seit Ende der 1950er Jahre in einer tiefen Krise befand.</p>
<p class="maintext">Die offene Darstellung von Gewalt, abgehackten Gliedmaßen            und Blutlachen in <em>Yojimbo </em>und der inoffiziellen Fortsetzung <a title="Zur Japankino Filmkritik von Sanjuro" href="http://www.japankino.de/2007/sanjuro/">Sanjuro</a> zwei Jahre später ließen die traditionellen tanzartigen Chanbara-Schwertkämpfe sehr alt aussehen. So wurden diese innerhalb kürzester Zeit durch die Gemetzel ersetzt, die man heute            mit den trashigen Martial-Arts-Filmen in Verbindung bringt. Kurosawa            selbst bedauerte diese, durch seine Filme maßgeblich mit angestoßene            Entwicklung später ausdrücklich.</p>
<p class="maintext"><img class="alignnone size-full wp-image-2299" title="Yojimbo Screenshot 04" src="http://www.japankino.de/wp-content/uploads/2006/09/vlcsnap-00031.jpg" alt="Yojimbo Screenshot 04" width="450" height="198" /></p>
<p class="maintext">Doch Kurosawa wurde nicht nur durch den amerikanischen Western inspiriert, sein Film wurde schnell selbst zu einer zentralen Inspirationsquelle für Hollywood und erlangte große Bedeutung. Die karikierende, überzogene Darstellung der Charaktere und die Demontage des Helden fanden schon kurz darauf Eingang in das im Entstehen begriffene Genre der Italo-Western. <a href="http://imdb.com/name/nm0001466/" target="_blank">Sergio Leone</a> griff für sein Remake <a href="http://imdb.com/title/tt0058461/" target="_blank">Für eine Handvoll Dollar</a> den allgegenwärtigen Zynismus, die Gewalt und den undurchsichtigen Rächer auf und stellte damit den US-Western auf den Kopf.</p>
<p class="maintext">Eigentlich handelte es sich dabei allerdings weniger um ein Remake als ein Plagiat, da die italienische Produktionsfirma weder von Toho noch von Kurosawa die Rechte dazu erhalten hatte. Szenen wie der obige Screenshot mit mehreren verschachtelten Bildebenen, von denen eine visuell dominiert und die anderen in den Hintergrund drängt, gehörten später zu den Markenzeichen Leones. Nach langjährigem Rechtsstreit (der unter anderem dazu führte, dass <em>Für eine Handvoll Dollar</em> erst mit mehrjähriger Verspätung in die US-Kinos kam) wurde Kurosawa schließlich eine Beteiligung am Einspielergebnis zugesprochen. Kurosawa selbst wiederum soll durch den Roman &#8220;Red Harvest&#8221; von Dashiell Hammett zu seinem Film inspiriert worden sein, was er selbst jedoch in Interviews bestritt.</p>
<p class="maintext"><img class="alignnone size-full wp-image-2296" title="Yojimbo Screenshot 03" src="http://www.japankino.de/wp-content/uploads/2006/09/vlcsnap-00010.jpg" alt="Yojimbo Screenshot 03" width="450" height="198" /></p>
<p class="maintext">Auffallend ist besonders Kurosawas Umgang mit seiner Heldenfigur. Bereits in der Eingangssequenz            wird der Mythos des aufrechten Helden im wahrsten Sinne des Wortes angekratzt:            Die Kamera zeigt in Großaufnahme den Rücken des ziellos durch die Lande ziehenden und sich &#8211; vermutlich wegen Flöhen &#8211; immerzu kratzenden            Sanjuro. Im Verlauf der Handlung werden dann die guten Seiten des Ronin wie Großzügigkeit,            Hilfsbereitschaft, Gerechtigkeitsempfinden immer wieder mit seinen negativen            (Zynismus, Gewaltbereitschaft) kontrastiert.</p>
<p class="maintext">So massakriert er mal eben ein paar Menschen, um die Banden gegeneinander aufzuhetzen, und lehnt sich dann vergnügt zurück um mit großem Spaß die            Kämpfe der Banditen untereinander zu verfolgen. In diesen Szenen erinnert er an einen kleinen Jungen, der einem hilflosen Insekt die Flügel ausreißt: Man ist angewidert, aber zugleich kann man dem Rabauken nicht böse sein und ist irgendwie auch von der naiven Blutrünstigkeit fasziniert. Damit stellt er den idealen            &#8220;Helden&#8221; für eine aus den Fugen geratene Welt dar, in            der der Mensch zum Tier wird. Für diese Weltsicht steht besonders auch eine Szene, in der Sanjuro am Anfang des Films aus dem Dorf ein Hund entgegen kommt, eine abgehackte menschliche            Hand im Maul. Zusammen mit der begleitenden Musik stellt diese Szene einen Höhepunkt des Grotesken dar und gilt bis heute als eine der Ikonen in Kurosawas Werk.</p>
<p class="maintext"><img class="alignnone size-full wp-image-2295" title="Yojimbo Screenshot 02" src="http://www.japankino.de/wp-content/uploads/2006/09/vlcsnap-00007.jpg" alt="Yojimbo Screenshot 02" width="450" height="197" /></p>
<p class="maintext">Überhaupt ist <em>Yojimbo </em>schon fast so etwas wie ein destilliertes Extrakt aus Kurosawas Werk, mit allem was typischerweise dazu gehört, und davon reichlich. Zum einen ließ er hier erstmals Mifune und Nakadai aufeinander treffen, deren Duell die zweite Hälfte des Films bestimmt und die danach noch in <em>Sanjuro </em>und <a title="Zur Japankino Filmkritik" href="http://www.japankino.de/2007/zwischen-himmel-und-holle/">Zwischen Himmel und Hölle</a> gemeinsam für Kurosawa vor der Kamera standen &#8211; und die jeweils stellvertretend für Kurosawas Frühwerk (Mifune) bzw. Spätwerk (Nakadai) stehen.</p>
<p class="maintext">Zum anderen enthält der Film<em> </em>so ziemlich alle typischen Stilelemente des Regisseurs, seien es die stimmungsprägenden Wetterphänomene, die den Raum komprimierenden Aufnahmen mit extrem langen Brennweiten oder die besonders in den Innenszenen ständig wiederkehrende Strukturierung des Raums. Nur wenige seiner Filme warten mit einer vergleichbaren Dosis und Bandbreite auf, weshalb <em>Yojimbo </em>in meinen Augen zusammen mit <a title="Zur Japankino Filmkritik" href="http://www.japankino.de/2007/rashomon/">Rashomon</a> der Vorzeige-Kurosawa schlechthin ist.</p>
<p class="maintext"><img class="alignnone size-full wp-image-2301" title="Yojimbo Screenshot 05" src="http://www.japankino.de/wp-content/uploads/2006/09/vlcsnap-00013.jpg" alt="Yojimbo Screenshot 05" width="450" height="198" /></p>
<p class="maintext">Klassische Westernelemente und innovative Ansätze; eine geradezu archetypische Story mit einem Duell zweier ungleicher und doch wesensverwandter Männer; ein undurchsichtiger, widersprüchlicher Anti-Held; fantastische Bildkompositionen und ein kongenialer Soundtrack &#8211;  <em>Yojimbo </em>ist ohne Zweifel und völlig zu Recht eines der bekanntesten und einflussreichsten Werke Kurosawas. Wer diesen herausragenden Film noch nicht gesehen hat, sollte dies schnellstens nachholen!</p>
<p class="maintext"><em>[Hinweis: Dies ist die stark erweiterte und überarbeitete Fassung eines ursprünglich am 23. September 2006 veröffentlichten Posts.]</em></p>
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		<title>Spielplan der Kurosawa Retrospektive</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 05:11:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Wiesmüller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurosawa Akira]]></category>
		<category><![CDATA[Links]]></category>

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Vor einigen Wochen hatte ich erstmals davon berichtet, dass die Japan Foundation in Zusammenarbeit mit mehreren Kinos und Filmmuseen aus ganz Deutschland aus Anlass der 150jährigen Deutsch-Japanischen Freundschaft die umfassendste Kurosawa-Retrospektive plant, die wir hierzulande je hatten. Inzwischen habe ich den kompletten Spielplan für alle Filme und alle Spielstätten und will euch den natürlich nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2187" title="akira-kurosawa" src="http://www.japankino.de/wp-content/uploads/2011/07/akira-kurosawa.jpg" alt="akira-kurosawa" width="450" height="201" /></p>
<p>Vor einigen Wochen hatte ich erstmals <a href="http://www.japankino.de/2011/akira-kurosawa-retrospektive-kommt-im-herbst/">davon berichtet</a>, dass die Japan Foundation in Zusammenarbeit mit mehreren Kinos und Filmmuseen aus ganz Deutschland aus Anlass der 150jährigen Deutsch-Japanischen Freundschaft die umfassendste Kurosawa-Retrospektive plant, die wir hierzulande je hatten. Inzwischen habe ich den kompletten Spielplan für alle Filme und alle Spielstätten und will euch den natürlich nicht vorenthalten!</p>
<p>Die Retrospektive startet in Köln am 1. September und wird dort in den Räumen des <a href="http://www.jki.de/">Japanischen Kulturinstituts</a> gezeigt. In Berlin geht es am 5. September los, dort ist das <a href="http://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal">Kino Arsenal</a> der Spielort. Das <a href="http://www.stadtmuseum-online.de/filmmu.htm">Münchener Filmmuseum</a> startet dann am 9. September, am 13. September folgt das <a href="http://www.duesseldorf.de/kultur/filmmuseum/">Filmmuseum Düsseldorf</a>. Eine Auswahl der Filme zeigt das <a href="http://www.deutsches-filmmuseum.de/">Deutsche Filmmuseum</a> in Frankfurt ab dem 2. November, ebenso das <a href="http://www.filmhaus.nuernberg.de/">Filmhaus Nürnberg</a> ab dem 18. November und das <a href="http://www.metropoliskino.de/">Metropolis Kino</a> in Hamburg ab dem 4. Dezember.</p>
<ul>
<li><a href="https://docs.google.com/spreadsheet/ccc?key=0AsQsq4fVZUbRdGYxVVM2bThZNkNackpCeUN6Q2N4T1E&amp;hl=de">Spielplan anschauen</a></li>
</ul>
<p>Achtung, der Spielplan enthält nur Filme, bei denen Kurosawa selbst Regie führte! Das Filmmuseum München beispielsweise zeigt noch 4 weitere Filme, die auf Kurosawas Drehbüchern basierten, nämlich <em>Runaway Train</em>, <em>Dora-Heita</em>, <em>After the Rain</em>, <em>The Sea is coming</em> sowie <em>A.K.</em>, Chris Markers Dokumentation der Dreharbeiten zu <em>Ran</em>.</p>
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		<title>Akira Kurosawa Retrospektive kommt im Herbst</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 20:40:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Wiesmüller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurosawa Akira]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>

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Ruhig war es hier die letzte Zeit. Das hatte aber nichts mit Sommerloch zu tun oder damit, dass ich untätig gewesen wäre, ganz im Gegenteil: Vor zwei Wochen erreichte mich eine Anfrage vom Filmmuseum München, am Programm der umfassendsten Kurosawa-Retrospektive mitzuarbeiten, die je in Deutschland gezeigt wurde!
Aus Anlass des 150jährigen Jubiläums der Japanisch-Deutschen Freundschaft organisiert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.japankino.de/wp-content/uploads/2011/07/akira-kurosawa.jpg" alt="akira-kurosawa" title="akira-kurosawa" width="450" height="201" class="alignnone size-full wp-image-2187" /></p>
<p>Ruhig war es hier die letzte Zeit. Das hatte aber nichts mit Sommerloch zu tun oder damit, dass ich untätig gewesen wäre, ganz im Gegenteil: Vor zwei Wochen erreichte mich eine Anfrage vom <a href="http://www.stadtmuseum-online.de/filmmu.htm">Filmmuseum München</a>, am Programm der umfassendsten Kurosawa-Retrospektive mitzuarbeiten, die je in Deutschland gezeigt wurde!</p>
<p>Aus Anlass des 150jährigen Jubiläums der Japanisch-Deutschen Freundschaft organisiert das <a href="http://www.jki.de/">Japanische Kulturinstitut</a> eine Kurosawa-Retrospektive, die sich gewaschen hat! In mehreren Städten &#8211; darunter meines Wissens Hamburg, Berlin, Köln, München &#8211; soll das vollständige Werk Kurosawas mit allen 30 Filmen gezeigt werden, wobei der Umfang von Stadt zu Stadt je nach ausführendem Kino variieren wird. </p>
<p>Die Münchner setzen für &#8220;ihre&#8221; Retrospektive sogar noch einen obendrauf: Das Filmmuseum zeigt in seiner Retrospektive zusätzlich zu den von Kurosawa selbst gedrehten Filmen noch vier weitere Werke anderer Regisseure, die auf seinen Drehbüchern basieren, sowie die Dokumentation A.K. von Chris Marker. Insgesamt also 35 Filme von Kurosawa oder mit Kurosawa-Bezug! Die Retrospektive im Filmmuseum soll von Anfang September bis kurz vor Weihnachten laufen, wie die Planungen in den anderen Städten aussehen, ist mir derzeit noch nicht bekannt. Sobald ich mehr weiß, lest ihr das natürlich hier&#8230; <em>Off the record, on the QT, and very hush-hush.</em> <img src='http://www.japankino.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Die verborgene Festung</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Jan 2011 16:01:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Wiesmüller</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jidaigeki Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Kurosawa Akira]]></category>

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		<description><![CDATA[Originaltitel: Kakushi-toride no san akunin (1958), von Akira Kurosawa
Japan zur Zeit der Bürgerkriege: Die beiden Bauern Matakishi (Kamatari Fujiwara) und Tahei (Minoru Chiaki) haben sich in der Hoffnung auf schnellen Reichtum den Truppen angeschlossen, fanden sich aber auf der Verliererseite wieder. Doch als sie dem Gefangenenlager entkommen, entdecken sie Reste des Goldschatzes des besiegten Akizuki-Klans. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Originaltitel: Kakushi-toride no san akunin (1958), von Akira Kurosawa</em></p>
<p>Japan zur Zeit der Bürgerkriege: Die beiden Bauern Matakishi (<a title="Mehr bei IMDb" href="http://www.imdb.com/name/nm0297869/">Kamatari Fujiwara</a>) und Tahei (<a title="Porträt von Minoru Chiaki bei Japankino" href="http://www.japankino.de/2007/minoru-chiaki/">Minoru Chiaki</a>) haben sich in der Hoffnung auf schnellen Reichtum den Truppen angeschlossen, fanden sich aber auf der Verliererseite wieder. Doch als sie dem Gefangenenlager entkommen, entdecken sie Reste des Goldschatzes des besiegten Akizuki-Klans. Mit Hilfe dieses Schatzes wollen General Rokurota Makabe (<a title="Mehr bei IMDb" href="http://www.imdb.com/name/nm0001536/">Toshiro Mifune</a>) und die überlebende Prinzessin Yuki (<a title="Mehr bei IMDb" href="http://www.imdb.com/name/nm0879947/">Misa Uehara</a>) die Regentschaft ihres Klans wiederherstellen. Rokurota macht sich die beiden Bauern durch Zwang und die Förderung ihrer Gier als Lastträger zunutze, denn es gilt, erst das Feindesland unentdeckt zu durchqueren.</p>
<p>Doch die beiden Tolpatsche versuchen ständig, dem charismatischen General ein Schnippchen zu schlagen und bringen dadurch wiederholt die gesamte Gruppe in Gefahr, entdeckt zu werden. Nur durch Rokurotas Ideenreichtum, Wagemut und Kampfkraft, verbunden mit einer gehörigen Portion Glück, gelingt es der Gruppe, in diversen scheinbar ausweglosen Situationen doch noch ein Hintertürchen zu finden. Doch als sie kurz vor der Grenze zu einem befreundeten Fürstentum in Gefangenschaft geraten, scheint es keinen Ausweg mehr zu geben.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1893" title="Verborgene Festung Screenshot 1" src="http://www.japankino.de/wp-content/uploads/2006/10/vlcsnap-254644.jpg" alt="Verborgene Festung Screenshot 1" width="450" height="190" /></p>
<p>Kurosawa erzählt die Geschichte vom entgegengesetzten Ende der sozialen Pyramide, womit er auch die Konventionen des Chanbara-Genres auf den Kopf stellt. Anstatt die Zuschauer in die Perspektive der Prinzessin oder eines aufrechtes Samurais zu versetzen, verfolgen wir die Geschehnisse aus der Perspektive der beiden Bauern, die sich ähnlich wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Laurel_%26_Hardy" target="_blank">Laurel und Hardy</a> permanent zanken und kabbeln, aber eigentlich dicke Freunde sind. Ständig jammernd, feige und auf ihren eigenen Vorteil bedacht stellen diese beiden so ziemlich das genaue Gegenteil des traditionellen Helden dar. Damit knüpft Kurosawa an seine  in <a title="Zur Japankino Filmkritik von Die Sieben Samurai" href="http://www.japankino.de/2008/die-sieben-samurai/">Die Sieben Samurai</a> begonnene Dekonstruktion des Samurai-Genres an und führt diese noch einen Schritt weiter.</p>
<p>Außerdem fügt er mit diesem Kniff der traditionellen Abenteuer- und Actiongeschichte auch Elemente einer Buddy-Komödie hinzu. Eine sehr moderne Mischung, die in den letzten Jahrzehnten in allen erdenklichen Kombinationen ausprobiert wurde und die hier sehr gut funktioniert, nicht zuletzt durch den Kontrast mit Mifunes General. Der liefert sich ein psychologisches Dauerduell mit den beiden, die er mit allerlei Kniffen kontrollieren muss, über die er gleichzeitig aber auch schmunzelt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1890" title="vlcsnap-175766" src="http://www.japankino.de/wp-content/uploads/2006/10/vlcsnap-175766.jpg" alt="vlcsnap-175766" width="450" height="191" /></p>
<p>Für Mifune ist der aufrechte, unbezwingbare  Samurai-General eine Paraderolle. Wie eine Naturgewalt fegt er alles hinweg, was sich seinem  Ziel, der Wiedereinsetzung  der Prinzessin, entgegenstellt. Zugleich bringt er aber auch persönliche Opfer und liefert seine eigene Schwester als Doppelgängerin an die Gegner aus. Aber dieses  Ziel hat er sich nicht  selbst gesetzt, es wurde ihm durch seine sozialen  Verpflichtungen,  seine Loyalität gegenüber dem Haus Akizuki, auferlegt.  Insofern  unterscheidet sich Roturoka von anderen Helden Kurosawas, da er sich den sozialen Strukturen unterordnet.</p>
<p>Doch der Film erzählt auch die Geschichte einer willensstarken, aber verwöhnten und  verzogenen jungen Prinzessin, die ihren General Rokurota auch mal vor ihren Beratern zusammenstaucht. Auf der gefahrvollen, heimlichen Reise durch das Feindesland macht sie ihre ersten Erfahrungen  außerhalb des Hofes und lernt viel über die Menschen, das Leben und dessen Wert. Dieser unübersehbare charakterliche Reifeprozess ist es  letztlich, der sie vor dem sicheren Tod rettet und es ihr erst  ermöglicht, die Mission zu Ende zu führen und ihrem Haus wieder zu  Ansehen zu verhelfen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1888" title="vlcsnap-168606" src="http://www.japankino.de/wp-content/uploads/2006/10/vlcsnap-168606.jpg" alt="vlcsnap-168606" width="450" height="190" /></p>
<p>Für <em>Die verborgene Festung</em> nutzte Kurosawa zum ersten Mal das  Breitbild-Format und es zeigt sich, dass seine Ästhetik der langen  Tele-Aufnahmen, der Einbeziehung grandioser Landschaften und seine  Bildkomposition davon sehr profitierten. Schön zu sehen ist dies beispielsweise in den monumentalen Kampfszenen (die mit ihren Massenszenen auf der Treppe einer zerstörten Burg wie eine  Hommage an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sergei_Michailowitsch_Eisenstein" target="_blank">Sergej Eisenstein</a> wirken), bei Arrangements der Charaktere auf verschiedenen Bildebenen oder der Eröffnungssequenz mit den beiden sich in der Wüste zankenden Bauern.</p>
<p>Die Mischung aus Abenteuer, Action und den beiden tolpatschigen Streithähnen kam beim Publikum sehr gut an und wurde der kommerziell erfolgreichste Film Kurosawas. Aber <em>Die verborgene Festung</em> war auch darüber hinaus eines seiner einflussreichsten Werke: Die Geschichte war später maßgebliche Inspiration für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Krieg_der_Sterne" target="_blank">Krieg der Sterne</a>, Matakishi und Tahei wurden zu Vorbildern für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Figuren_aus_Star_Wars#R2-D2" target="_blank">R2D2 und C3PO</a> und mehrere Szenen finden sich in George Lucas&#8217; Blockbuster wieder.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1891" title="vlcsnap-176967" src="http://www.japankino.de/wp-content/uploads/2006/10/vlcsnap-176967.jpg" alt="vlcsnap-176967" width="450" height="191" /></p>
<p>Kurosawas Erwartung an sich selbst war es immer, mit einer unterhaltsamen aber zugleich tiefgründigen Geschichte Zuschauer mit den unterschiedlichsten Ansprüchen gleichermaßen in seinen Bann zu ziehen. Meiner Meinung nach ist ihm dies hier so gut gelungen wie in kaum einem anderen seiner Filme.</p>
<p><em>(Dies ist die überarbeitete und ergänzte Version eines Beitrags, den ich ursprünglich am 30. Oktober 2006 veröffentlicht habe.)</em></p>
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