Vier Filme, einer besser als der andere. Und eine Serie, die noch weit über das hinausgeht, was in einem Film möglich wäre. Am Wochenende habe ich Paranoia Agent endlich gesehen und war komplett hin und weg.  Ich bin ja eigentlich eher kein Animeserien-Gucker und ziehe normalerweise Filme vor. In diesem Fall ist aber ganz klar, dass das Serienformat Dinge möglich macht, die in einem Film niemals funktionieren würden. Dazu und zu Paranoia Agent als solches demnächst noch ausführlichere Gedanken, heute gehts mir nur um das Opening, das regelmäßig als eines der besten Openings aller Zeiten genannt wird:

Das Ding ist schlicht ein massiver Knaller und wurde und wird in Foren und Blogs hoch und runter diskutiert und interpretiert, was eigentlich schon Beleg genug wäre für die Genialität des Meisters Kon. Wenn man sich allerdings dann noch vor Augen führt, mit welch einfachen Mitteln hier beeindruckende emotionale Effekte erzielt werden (laut Aussage des Regisseurs im Audiokommentar wurden weniger als 100 Cels für das gesamte Opening benötigt!) wird einem erst so richtig klar, was ein verdammtes Genie dieser Satoshi Kon doch ist!

Zu den ganzen Debatten und Spekulationen um das Opening und dessen tiefere Bedeutung sagte er übrigens: “Je mehr man analysiert und interpretiert, ohne über die vollen Informationen zu verfügen, um so mehr entfernt man sich vom Kern der Wahrheit.”

Noch so ein Fünkchen Genialität.