21 Feb
Noch später als im letzten Jahr werfe ich einen Blick zurück und ziehe dazu die von der Motion Picture Association of Japan veröffentlichten Zahlen heran. Wobei ich das Gefühl nicht loswerde, dass an diesen Statistiken etwas nicht stimmt.
Es findet sich nämlich kein Einspielergebnis von Departures, der allen Presseberichten zufolge ca. 6 Mio Zuschauer in die Kinos gezogen hatte und es damit auf jeden Fall unter die Top10 hätte schaffen müssen. Das weltweite Einspielergebnis von Departures liegt bei 68 Mio US-$, davon dürften 90% in Japan generiert worden sein, was umgerechnet mehr als 6 Mrd Yen wären. Eigentlich müsste der Film damit 2009 wie schon 2008 knapp außerhalb der Top10 der heimischen Produktionen gelandet sein – nur lässt sich in der Statistik nichts darüber finden. Strange… Damit sind die nun folgenden Zahlen erstmal unter Vorbehalt zu genießen.
Die 10 erfolgreichsten Filme des Jahres 2009 in Japan waren:
Damit sind ausländische Produktionen deutlich stärker unter den Top-Filmen vertreten als noch 2008. Diese Bild tritt aber nur an der Spitze auf, denn in der Breite waren japanische Produktionen deutlich erfolgreicher: 34 einheimische Filme schafften es über die magische Milliarden-Yen-Umsatzgrenze, gegenüber 28 im Vorjahr und nur 22 importierten Filmen. Auch die Gesamtzahl der importierten Filme ging stark zurück, von 388 auf 314 – der niedrigste Wert seit 10 Jahren. Die Zahl der japanischen Filme ist gegenüber dem Rekordjahr 2008 dagegen nochmals kräftig gestiegen, auf stolze 448!
Daher ist es nicht verwunderlich, dass die japanischen Filme ihre Vorherrschaft auf dem Heimatmarkt verteidigen konnten. 56, 9 Prozent aller Kinoumsätze haben sie eingespielt, ausländische Produktionen mussten sich mit 43,1 Prozent zufrieden geben. Die Besucherzahl machte einen erfreulichen Sprung und stieg um fast 10 Mio auf 169,3 Mio, dem höchsten Wert seit 2004, womit auch die Umsätze stiegen und das Rekordjahr 2004 nur knapp verfehlten.
Das ist ein sehr erfreuliches Signal und dürfte zusammen mit der nur ganz leicht gestiegenen Zahl an Kinoleinwänden für eine etwas bessere Auslastung gesorgt haben. Vielleicht ist das geringe Wachstum an Leinwänden aber auch das erste Anzeichen für ein beginnendes Kinosterben – man wird sehen, was die Zukunft bringt!
Wer sich noch weiter in die Zahlen vertiefen will, findet sie wie üblich bei der eiren.
9 Feb
Aus aktuellem Anlass (eine Nachfrage per Mail) stelle ich heute mal einen (sehr) knappen Überblick über wichtige Filmfeste – mit Schwerpunkt auf Deutschland – zusammen, wie üblich natürlich vorzugsweise solche, die sich stark mit japanischen Filmen befassen.
Weltweit gibt es natürlich noch eine ganze Reihe weiterer spannender Festivals, die ich irgendwann hoffentlich auch mal selbst besuchen kann, z.B. das Japanese Film Festival in Australien, das ähnlich wie das Fantasy Filmfest durch mehrere Städte tourt, das Asian Filmfest in Vancouver, das New York Asian Film Festival, das Los Angeles Asian Pacific Film Festival und natürlich die Filmfeste in Japan selbst, wie PIA und Tokyo FilmEX.
Vielleicht sieht man sich mal im Kino
4 Feb
Original: Akumu tantei (2006) von Shinya Tsukamoto
Zwei rätselhafte Selbstmorde, bei denen sich die Opfer (Täter?) im Schlaf auf brutalste Weise selbst töteten, beschäftigen die Tokyoter Polizei. Beide Opfer haben unmittelbar vor ihrem Selbstmord mit derselben Person telefoniert, auf ihren Handys finden sich mysteriöse Hilferufe. Für die hochdekorierte Analystin Keiko Kirishima (Hitomi), die frisch von der Polizei- Akademie in den aktiven Dienst gewechselt ist, ist dies ihr erster Fall und sie geht ihn mit dem ihr eigenen Ehrgeiz an.
Dazu geht sie auch ungewöhnliche Wege und nimmt Kontakt mit Koichi Kagenuma (Ryuhei Matsuda) auf, der die Fähigkeit besitzt, in anderer Menschen Träume einzudringen. Koichi will mit der Sache nichts zu tun haben, warnt Keiko aber davor, die Nummer anzurufen. Als jedoch einer von Keikos Kollegen den Anruf macht und sich danach im Schlaf umbringt, will sie der Sache endlich auf den Grund gehen und lässt sich ebenfalls auf die gefährliche Traumwelt ein.

Ich habe bisher noch keine anderen Filme von Tsukamoto gesehen, der 1989 mit seinem bahnbrechenden Werk Tetsuo the Ironman über Nacht Kultstatus erreichte. Er ist bekannt für alptraumhaft-morbide Filme, die sich teilweise an der Grenze zum Splatter bewegen, mit denen er die dunkle Seite der menschlichen Psyche erkundet. Vergleiche mit Filmemachern wie Cronenberg oder Lynch sind an der Tagesordnung.
Wegen dieses Hintergrunds und meiner Begeisterung für den im selben Jahr erschienenen atemberaubenden Anime Paprika, (der sich ebenfalls mit der Verquickung von Traum und Realität und dem Eindringen in Träume beschäftigt), war ich sehr auf Nightmare Detective gespannt und habe mir einiges davon versprochen. Leider wurde ich über weite Strecken enttäuscht.

Aber beginnen wir mit dem Positiven: Der Film ist überwiegend sehr reduziert und minimalistisch inszeniert, um nicht zu sagen kalt. Viele Szenen sind ganz in blau-grünen Tönen oder sehr dunkel gehalten. Auch werden die Hauptcharaktere sehr isoliert dargestellt. Dadurch entsteht eine bedrückende Stimmung, die gut zum Thema Selbstmord passt.
Im krassen Gegensatz zu dieser allgemein vorherrschenden Atmosphäre stehen die “Jagdszenen” der Alpträume, in denen der “Traummörder” über seine Opfer herfällt. Diese beeindruckenden Szenen sind ruckelig, rasant, voller Lichtblitze und begleitet von kakophonischen Soundeffekten – einem Mix aus metallischen und erdig-wässrigen Geräuschen, sehr schwer zu beschreiben. Von diesem handwerklich-ästhetischen Gesichtspunkt aus bietet der Film ein stimmiges, gut umgesetztes Konzept und ist absolut sehenswert.

Leider war’s das aber auch schon an positiven Aspekten. Denn abgesehen davon funktioniert der Film einfach nicht: Das Duell zwischen dem Mörder und seinen Verfolgern wird viel zu spät aufgebaut und nimmt erst in den letzten 20 Minuten Fahrt auf. Es ist zwar die ganze Zeit irgendwie klar, dass es auf einen Showdown hinauslaufen wird, aber als es dann soweit ist, kommt er völlig aus dem Nichts – und funktioniert auch nicht wirklich, weil vorher keine Beziehung zwischen dem Mörder auf der einen und Keiko bzw. Koichi auf der anderen Seite entwickelt wurde. Alles bleibt irgendwie unmotiviert.
Ganz besonders leidet der Film aber an seinen Hauptcharakteren. Tsukamoto spielt selbst den Mörder, der aber erst in den letzten 20 Minuten des Films in Erscheinung tritt, und macht dabei mit Abstand die beste Figur. Ryuhei Matsuda, der eigentlich titelgebende Charakter, taucht nach seiner Einführung gleich am Anfang über lange Zeit ab und wirkt auch später wie ein Fremdkörper. Das Popsternchen Hitomi zeigt den ganzen Film hindurch (außer in der Schlusszene) eigentlich nur zwei Gesichtsausdrücke, nämlich “grübeln” und “angespanntes grübeln”. Wie jemand auf IMDb bemerkte, ist ihre außergewöhnliche Schönheit außerdem irgendwie fehl am Platze und lenkt eher von den psychologischen Aspekten ihres Charakters ab – in meinen Augen eine Fehlbesetzung.

Alles in allem ist der Film einfach unausgereift: Die Charaktere bleiben seltsam ungreifbar und unbegreifbar, der Plot ist voller Lücken und Ungereimtheiten. Ein gutes Beispiel dafür ist die am Anfang konstruierte Rivalität zwischen Keiko und einem älteren zynischen Kollegen, der sie immer wieder wegen ihrer Unerfahrenheit und ihrer hochhackigen Schuhe aufzieht – und der nach ca. 60 Minuten einfach auf nimmerwiedersehen aus dem Film verschwindet.
In einigen Kommentaren und Reviews habe ich gelesen, dass dieser Film für Tsukamoto eine Auftragsarbeit gewesen sein soll – das könnte eine Erklärung sein für die Schwächen des Plots und der Charaktere. Nightmare Detective ist kein wirklich schlechter Film und wer sich gern ein bisschen gruselt wird schon seinen Spaß dran haben, aber was mit dem Thema “Träume und Realität werden eins” alles möglich ist, das sollte man sich besser bei Paprika anschauen.
Gerade ist das Rätsel um Andres verschollenen Film gelöst, schon findet sich die nächste Mail im Briefkasten, die ich euch nicht vorenthalten will. Sie kommt von Ruth Jäschke vom Japanischen Generalkonsulat in Düsseldorf. Ruth ist anscheinend auch regelmäßige Leserin hier, was eindeutig für ihren Filmgeschmack spricht! Sie schreibt:
In dem Zusammenhang ist mir der Gedanke gekommen, dass Sie vielleicht auf Ihrer Internet-Seite Freunde des japanischen Kinos auf unsere kleine Japanische Filmwoche hinweisen könnten, die das Japanische Generalkonsulat Düsseldorf in Zusammenarbeit mit dem Japanischen Kulturinstitut Köln und dem Filmmuseum Düsseldorf in der Black Box, dem Kino im Filmmuseum (Schulstr. 4, 40213 Düsseldorf), veranstaltet. Gezeigt werden alle Filme in Japanisch mit deutschen Untertiteln; der Eintritt ist frei.
Kein Problem, mach ich doch gerne! Danke für die Info
Die Japanische Filmwoche in Düsseldorf beginnt am kommenden Sonntag (31. Januar) und endet am 6. Februar. Sieben Filme werden im Filmmuseum zu sehen sein, darunter Klassiker wie Shall we dance, Twilight Samurai, After Life oder Tokyo Godfathers. Der Eintritt ist wie oben erwähnt frei, alle Veranstaltungen in der Übersicht bietet der Flyer als pdf.
21 Jan
In schöner Regelmäßigkeit bekomme ich E-Mails, in denen ich nach einem bestimmten japanischen Film gefragt werde, den man vor Jahren mal gesehen hat, supertoll fand aber dann leider inzwischen den Titel vergessen hat. Oft sind das Klassiker wie Rashomon, Die Sieben Samurai oder Die Frau in den Dünen, bei denen ich gleich weiß, welcher der gesuchte Film ist.
Vor ein paar Tagen hat mir nun allerdings Andre geschrieben. Er sucht einen Film über einen Koch im Ruhestand, der seine drei Töchter einmal im Jahr zu einem Festessen einlädt. Die wissen das aber nicht besonders zu schätzen, nur die Enkelin ist von den Kochkünsten ihres Großvaters begeistert.
Als ich Andres Beschreibung gelesen habe, hatte ich zuerst an Eat Drink Man Woman gedacht, aber die Enkelin passt da nicht rein, außerdem ist das ja kein japanischer Film. Hat sonst jemand eine Idee und kann Andre helfen?
19 Jan
Original: Orizuru Osen (1935) von Kenji Mizoguchi
An einem Bahnsteig auf den Zug wartend erinnert sich der wohlhabende Arzt Sokichi (Daijiro Natsukawa), wie er im Alter von 17 Jahren von der ihm völlig fremden Osen (Isuzu Yamada) vom Selbstmord abgehalten wurde. Osen gehörte zu einer Bande von Betrügern, die sie und ihre Schönheit als Lockvogel einsetzten; Sokichi wird als Dienstbote in die Bande aufgenommen und fortan von deren Mitgliedern permanent beleidigt, ausgebeutet und misshandelt. Angewidert von den immer skrupelloseren Plänen der Betrüger, die sogar vor Mönchen nicht halt machen, und hingezogen zu dem still leidenden Sokichi beginnt Osen, sich gegen die Bande aufzulehnen. Eines Tages nutzen die beiden eine Gelegenheit und verraten die Verbrecher an die Polizei.
Doch die Wende zum Guten ist trügerisch: Sokichi kann nun zwar endlich seinem Medizinstudium nachgehen, doch Osen, die für sein Studium und ein Dach über dem Kopf aufkommen muss, sieht keinen Ausweg als sich heimlich zu prostituieren. Als ein Freier Uhr und Geldbörse bei ihr vergisst und ihr vorwirft, diese gestohlen zu haben, wird sie verhaftet und von Sokichi getrennt, der in genau diesem Moment von einem Hilferuf aus seinen Gedanken zurück in die Realität auf dem Bahnsteig gerissen wird. Eine alte Prostitutierte ist ohnmächtig geworden – Sokichi erkennt sie sofort, es ist Osen!

Die Vergleiche zum 17 Jahre später entstandenen Das Leben der Frau Oharu, einem der ganz großen Meisterwerke Mizoguchis und des japanischen Kinos überhaupt, drängen sich förmlich auf. Dabei ist die ähnlich angelegte Story vom Abstieg einer Frau bei weitem nicht die einzige Parallele zwischen den Filmen, auch die auf Flashbacks basierende Erzählstruktur findet sich in beiden Werken.
Zudem gibt es einige Szenen, die fast wie Probeläufe für das spätere Meisterwerk wirken. So etwa die Einführung Osens: Wir sehen sie, wie sie sich auf der Flucht vor einem Bordellbesitzer (an den Sie von der Betrügerbande zum Schein verkauft wurde) hinter einem Baum versteckt und sich das Kopftuch zurecht rückt; eine fast identische Szene taucht auch in Oharu auf (man vergleiche den letzten Screenshot in der oben verlinkten Rezension mit dem unten abgebildeten).

Überhaupt ist in Osen mit den Papierkranichen der berühmte Mizoguchi-Stil unverkennbar. Die visuelle und konzeptionelle Entwicklung, die er und besonders seine beühmten Jidaigeki-Filme noch nehmen sollten, ist hier ganz klar vorgezeichnet und sein “one take – one scene”-Ansatz schon sehr weit entwickelt. Oft sind es allein die im Stummfilm notwendigen Zwischentitel, die eine Szene unterbrechen.
Schnitte versucht er so weit wie möglich zu vermeiden, sei es mittels Kameraschwenks die so schnell sind, dass sie fast wie Schnitte wirken (aber eben keine sind) oder seiner berühmten Kamerafahrten, die hier noch etwas wackelig sind, aber für die damalige Zeit wahrscheinlich überaus aufwändig und technisch anspruchsvoll waren. Sehr häufig wird auch innerhalb einer Szene die Hauptaufmerksamkeit durch Rearrangements der Charaktere oder Rahmung in kleinen Einheiten auf einen anderen Teil des Bildes verlagert – teilweise auch kombiniert mit Kamerabewegungen.

Was sich dagegen mit seinem späteren distanzierten Stil nicht verträgt und offenbar noch ein Kennzeichen des jungen Mizoguchi ist, sind die Großaufnahmen, speziell von Osen aber auch von Sokichi. Auch die dramatisch-ergreifende Schlusssequenz würde sich mit ihren visuellen Effekten nur schwer mit seinen späteren Filmen vertragen: Nachdem Sokichi die bewusstlose Osen vom Bahnsteig in ein Krankenhaus brachte, erfährt er, dass sie den Verstand verloren hat. Plötzlich springt sie vom Krankenbett auf und beginnt wahnhaft, den geliebten Sokichi ihrer Jugend gegen die Betrügerbande zu verteidigen und rettet ihn in ihrer Vorstellung auch erneut vor dem Selbstmord.
Wenn auch ungewöhnlich im Vergleich zu dem, was ich bisher von Mizoguchi gesehen habe, so ist dieser Einsatz von Spezialeffekten doch äußerst effizient und bringt die Botschaft des Films klar auf den Punkt: Osen hat ihr Leben so sehr der Aufopferung für Sokichi gewidmet, dass selbst in ihrer vom Wahnsinn geprägten Gedanken- und Traumwelt sich alles um ihn dreht und sie seine ewige Beschützerin ist. Sokichi dagegen sitzt beschämt daneben, war er doch nur dank Osens Opfer zu einem wohlhabenden Arzt geworden, ohne auch nur einmal den Versuch unternommen zu haben, ihr etwas zurück zu geben.

Osen mit den Papierkranichen ist in nahezu jeder Hinsicht – inhaltlich, stilistisch – ein direkter Vorläufer der großen Klassiker Mizoguchis aus den 1950ern über Frauen, die sich aus Liebe zu einem Mann in ein Leben voller Leiden und Entbehrung stürzen und ganz und gar aufopfern. Auch wenn hier vieles noch etwas ungelenk und unfertig wirkt und die Geschichte um die Betrügerbande etwas zu dominant dargestellt wird, hier liegen unübersehbar die Wurzeln eines der herausragendsten Regisseure des 20. Jahrhunderts!
17 Jan
Vor ein paar Wochen erst habe ich von meinen Sorgen über die Zukunft japanischer bzw. asiatischer Filmfestivals geschrieben, Anlass war damals die Info über das Aus für ein Filmfests in Lyon. Im Hinterkopf hatte ich außerdem schon das Barcelona Asian Filmfest (BAFF), über dessen 2010-Ausgabe es lange keine Neuigkeiten gab. Erst pünktlich zu Weihnachten kam dann die Nachricht, dass es vom 30. April bis 9. Mai stattfinden wird. Letztes Jahr hatte das BAFF eine beeindruckende Reihe japanischer Filme im Programm und ich hoffe, dass das auch in diesem Jahr wieder so sein wird, denn ich habe vor, hinzufliegen.
Außerdem habe ich gerade von Mustafa Görgün erfahren, dass dieses Wochenende (vom 15. bis 17. Januar) in Istanbul zum sechsten oder siebten Mal ein kleines japanisches Filmfest stattfindet. Organisiert wird es wohl von einer japanischen Kulturbehörde, der Eintritt ist sogar kostenlos! Die Macher scheinen sich an der Devise “klein aber fein” zu orientieren, folgende sieben hochkarätigen Filme sind im Programm:
Es besteht also doch noch Hoffnung für die Filmfeste!
10 Jan
Die Blogschauen hab ich in 2009 etwas stiefmütterlich behandelt, das soll sich ändern! Denn Blogs über Filme, Japan und japanische Filme gibt es in den unendlichen Weiten des Internets immer wieder zu entdecken und regelmäßig sind echte Perlen darunter. Um dem Vorsatz gerecht zu werden, lege ich auch sofort los.
Die erste Blogempfehlung im neuen Jahr ist denn gleich ein ganz besonderes Projekt, sozusagen ein Konzeptblog: Alex, der auch hier ab und zu kommentiert, stellt unter dreams from the toho vault alle Godzilla-Filme vor! Er geht dabei streng chronologisch vor und orientiert sich – wie es auch bei der Serie üblich ist – an der japanischen Zeitrechnung der Kaiserepochen. Aktuell ist Alex, ausgehend vom Original-Godzilla von 1954, im Jahr 1967 und damit bei Son of Godzilla angekommen. Die Rezensionen sind ganz wunderbar zu lesen und machen richtig Spaß, auch wenn man mit den Monsterfilmen (wie ich) eher weniger anfangen kann. Der Blog enthält bisher ausschließlich Filmrezensionen sowie eine kleine Übersicht der Monster – ich persönlich würde mir wünschen, auch ein bisschen was über die Hintergründe zu erfahren. Vielleicht kommt das ja noch…
Beim zweiten Blog für heute handelt es sich ein bisschen auch um Eigenwerbung. Denn das Japanische Filmfest Hamburg, bei dem ich selbst mitwirke, hat seit Weihnachten einen eigenen Blog. Im JFFHblog wird das Filmfest-Team Einblicke in seine Arbeit geben, Neuigkeiten rund ums Filmfest bekanntmachen und Hintergrundinfos liefern. Neben dem JFFH selbst wollen wir aber auch japanische Kultur allgemein beleuchten sowie uns einfach von unserer persönlichen Seite zeigen. Aktuelles Highlight: Gerade eben habe ich zwei Mitschnitte einer Gesprächsrunde mit Sadao Nakajima vom vergangenen Jahr veröffentlicht. Unbedingt angucken!
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Ghost in the Shell (5):- Kerberos: Besser häte man den Film nicht beschreiben können.Es ist und bleibt ein Meisterwerk was nicht mal meiner Meinung nach...
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