Archive for the ‘Fun’ Category

100.000!

Neulich erst hab ich die 100 Filme voll gemacht, jetzt ist schon die nächste große Zahl fällig: Mehr als 100.000 Spam-Kommentare hat Akismet inzwischen aus dem Blog herausgefischt und gemütlich zermampft. Mahlzeit, lieber Spamfilter, und lass es dir auch in Zukunft weiter schmecken! Wenn du mal einen Grappa brauchst, sag Bescheid ;-)

Oscars und so

Da ist es also tatsächlich passiert! Okuribito hat wirklich und wahrhaftig letzte Nacht den Oscar als bester fremdsprachiger Film gewonnen, nachdem er bereits zuvor bei den Japanischen Academy Awards abgeräumt hatte. Damit findet das für die japanische Filmindustrie grandiose Jahr 2008 einen glanzvollen Abschluss!

Weniger glanzvoll ist dagegen, was Die Zeit aus diesem Triumph machte. Der Artikel der Online-Ausgabe befasst sich zwar ausdrücklich mit der großen Aufmerksamkeit, die den internationalen Filmschaffenden aktuell in Hollywood gewidmet wird, was sich in den Erfolgen von Slumdog Millionaire und verschiedener ausländischer Filmschaffender wiederspiegele. Leider hat man aber offensichtlich selbst nicht besonders viel Aufmerksamkeit walten lassen, denn abgesehen von einigen peinlichen Vertippern (”Kate Winselt” – hihi), die wirklich jedem passieren können, wurde Okuribitos internationaler Titel auch noch kurzerhand von “Departures” in “Departed” abgeändert:

Da hat wohl jemand nach geschätzt 9 Stunden non-stop vor der Glotze mitverfolgten Oscarfeierlichkeiten die Verleihungen der letzten Jahre etwas durcheinander gebracht… Und was die Sache mit dem ersten Oscar für einen japanischen Film angeht, wäre ich mir auch nicht so sicher. Technisch mag das zwar richtig sein, inhaltlich ist es aber falsch, weil 1956 bereits Miyamoto Musashi die Auszeichnung erhielt. Nur gab es die Kategorie “fremdsprachiger Film” damals wohl offiziell noch nicht, so dass es dann ein Ehren-Oscar war, was für Otto-Normal-Leser aber kaum einen Unterschied machen dürfte.

Soviel zum Thema Qualität im Kulturjournalismus.

Hanabi

Nein, es geht nicht um den Kitano-Film sondern um eine kleine Auswahl japanischer Feuerwerke, so zur Silvester-Einstimmung… denn mal einen guten Rutsch euch allen und alles Gute für 2009! Man liest sich! :-)

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Balboa

Sylvester Stallone ist nicht unbedingt für anspruchsvolle Filmkost bekannt, auch wenn er zweifelsohne im Lauf seiner Karriere an einigen sehr beachtlichen Filmen mitgewirkt hat. Seine bekannteste Rolle ist sicherlich die des ewigen Underdogs Rocky Balboa, die in einem solchen Maße Eingang in die amerikanische Popkultur gefunden hat, dass der entsprechende Wikipedia-Artikel mit dem Hinweis versehen ist, der fiktionale Charakter Rockys müsse etwas besser verdeutlicht werden.

Allseits bekannt ist auch, dass Stallone die Idee zu Rocky während eines Boxkampfs zwischen dem amtierenden Weltmeister und haushohen Favoriten Muhammad Ali und dessen aussichtlosem Herausforderer Chuck Wepner kam. Stallone machte nie ein Hehl daraus, dass Wepner das Vorbild für Rocky Balboa gewesen war, so dass Wepner 2002 sogar auf Beteiligung an den Einspielergebnissen klagte. Die Hintergründe der Figur Rocky sind bestens bekannt und dokumentiert, auch, dass Rocky Marciano, einer der größten Boxer aller Zeiten, für den griffigen Vornamen Pate stand.

Nur, wie kam der Nachname für die Figur zustande? Dazu hab ich auch nach zwei Abenden Suche nichts gefunden. Aber wer weiß, vielleicht hatte Sly ja diese kurze Szene des im Sommer 1972 erstmals in den USA gezeigten Ozu-Klassikers Später Frühling gesehen:

Balboa Late Spring

Vielleicht aber auch nicht… ;-)

Nicht im Sinne der Produktionskosten, sondern in der Anschaffung für den Filmfan! Und zwar in der günstigsten Variante, die auf dem Markt erhältlich ist. Irgendwer ne Idee? Naja, da ich hier darüber schreibe, könnt ihr euch schon denken, dass ich nicht an Star Wars (33,99 $) oder Lord of the Rings (24,99 $, jeweils bei Amazon) sondern natürlich eine japanische Filmtrilogie denke.

Beim Zusammenstellen einer Liste der besten japanischen Filme (kommt demnächst) bin ich nämlich auf Masaki Kobayashis dreiteiligen Kriegsepos Ningen no joken (The Human Condition) gestoßen, die offenbar out of print ist und für die man – jedenfalls außerhalb Japans – richtig viel Geld in die Hand nehmen muss, nämlich schlappe 600 Dollar!

Teil 1 – 205,83 US-$
Teil 2 – 189,95 US-$
Teil 3 – 189,95 US-$

Ich drück dann mal dem Eurowechselkurs weiter kräftig die Daumen ;-)

…ja, die sind manchmal wahrlich sehr unergründlich! Vor einiger Zeit beispielsweise landete – während ich nichtsahnend meiner Arbeit nachging – aus unerfindlichen Gründen eine Mail in einer unserer Support-Queues. Der Betreff ließ mich gleich hellhörig werden: Da stand etwas von Dreharbeiten zu einer deutsch-japanischen Koproduktion. Sogleich fischte ich das gute Stück aus der Queue, verfrachtete es in meine persönliche Mailbox und nahm es beizeiten genauer unter die Lupe.

Es handelte sich um eine Presseinformation des Inhalts, dass im Allgäu die Dreharbeiten zu der deutsch-japanischen Koproduktion Der rote Punkt anstünden. Weitere Informationen dazu fand ich auf der Website der das Projekt betreuenden Münchner Filmwerkstatt, inklusive der maßgeblich beteiligten Personen. Und wie es der Zufall HERR so wollte, hatte der Produzent des Films ein Profil auf eben jener Networking-Plattform, bei der ich meine Brötchen verdiene.

So war der Kontakt schnell hergestellt und ein Interview mit dem Produzenten Martin Blankemeyer und Regisseurin Marie Miyayama vereinbart, das gerade in der Review-Phase ist und das ihr demnächst hier jetzt lesen könnt. Und das alles wegen einer fehlerhaft zugestellten E-Mail!

Isao Takahata, Mitbegründer des Ghibli-Studios und Schöpfer solch großartiger Filme wie Die letzten Glühwürmchen und My Neighbours the Yamadas wurde am Montag letzter Woche 72 Jahre alt. Otanjoubi omedetou gozaimasu nachträglich!

Dann schreibt Daniel, dass es ein neues Wasserfarben-Artwork-Buch mit vielen Skizzen aus der Feder Hayao Miyazakis gibt, die während seiner Arbeit an Nausicaää aus dem Tal der Winde entstanden. Für Fans sicherlich ein absolutes Muss, aber auch zum Verständnis der Entwicklung Miyazakis generell sehr empfehlenswert. Mal sehen, ob ich das noch im Budget unterbringen kann…

Und dann habe ich noch ein bisschen geYouTubed auf der Suche nach schönen Videos zu Mein Nachbar Totoro und ein wirklich ganz wunderbares Juwel entdeckt. Totoro a capella:

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Am 22. September 2006, vor genau einem Jahr also, ging mein erstes Post online. Viel Wasser ist seitdem die Elbe hinunter geflossen, viele Filme haben mich begeistert und dazu beigetragen, dass das Experiment Japankino-Blog zu einem festen Bestandteil meiner Freizeit wurde. Heute, 365 Tage später, kann ich eine fast durchweg positive Bilanz ziehen.

Die Erfolgsgeschichte des ersten Japankino-Jahres in Zahlen:

  • 162 Artikel
  • 55 Filmbesprechungen
  • über 220 Downloads meines Kurosawa-Essays
  • knapp 40 Feed-Abonnenten
  • fast 10000 Besuche
  • über 1200 Spamkommentare
  • zweistellige Anzahl von Spamkommentaren pro Tag
  • 1 Fan bei Technorati

Natürlich dürfen bei einem solchen Rückblick auch die allseits beliebten Keyword-Analysen nicht fehlen:

  • bestes Keyword: “die besten Animes” (240 Besuche)
  • abstrusestes Keyword: “fliegendes Schwein” (2 Besuche)
  • sinnvollstes Keyword: “Kirsten Dunst nackt” (2 Besuche)
  • hilfreichstes Keyword: “wo gibts MacDonald in Hamburg” (1 Besuch)
  • Keyword from the past: “divided government Bundesrat” (1 Besuch)

Über Japankino

Hier dreht sich alles um japanische Filme: Filmgeschichte, Filmbusiness, Rezensionen, Festivals, Tipps zu DVDs und Büchern und vieles mehr. Kommentare und Hinweise sind jederzeit willkommen und ich freue mich immer über Fragen!

Deine Meinung ist gefragt!

Welcher Miyazaki ist der beste?

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