12 japanische Filme, die man gesehen haben muss
26
Okt
Wie führt man jemanden an japanische Filme heran? Diese Frage stellt sich mir gerade, weil sich in meinem Japanisch-Intensivkurs eine Gruppe von 5-6 Teilnehmern herausgebildet hat, die regelmäßig gemeinsam japanische Filme schauen. Neulich wurde ich dann gefragt, welche Filme ich denn als absolutes “Must” empfehlen könnte. Natürlich hatte ich da sofort ein paar Titel auf den Lippen, aber als ich etwas länger drüber nachdachte, fiel mir auf, dass es ganz schön schwer ist, eine Liste mit den wichtigsten und Filmen für den interessierten Einsteiger zusammenzustellen.
Nach langem Hin- und her und vielen schmerzlichen Entscheidungen habe ich schließlich folgende 12 Filme ausgewählt (die Links führen direkt zu Amazon):
- A Story of floating weeds (Yasujiro Ozu, 1934)
- Rashomon (Akira Kurosawa, 1950)
- Ugetsu monogatari (Kenji Mizoguchi, 1953)
- 24 Augen (Keisuke Kinoshita, 1954)
- When a woman ascends the stairs (Mikio Naruse, 1960)
- Samurai Rebellion (Masaki Kobayashi, 1967)
- Female prisoner 701: Scorpion (Shunya Ito, 1972)
- Die letzten Glühwürmchen (Isao Takahata, 1988)
- Sonatine (Takeshi Kitano, 1993)
- Ghost in the Shell (Mamoru Oshii, 1995)
- Prinzessin Mononoke (Hayao Miyazaki, 1997)
- Memories of Matsuko (Tetsuya Nakashima, 2006)
Die Auswahl fiel mir so schwer, weil ich nicht einfach meine Lieblingsfilme empfehlen mochte oder die Filme die ich für die besten halte. Es geht mit dieser Liste vielmehr darum, Einsteiger an die Hand zu nehmen und einen ersten, möglichst umfassenden Eindruck von der japanischen Filmlandschaft zu geben. Die ausgewählten Filme sollen also einen Überblick über verschiedene Genres, Epochen, wichtige Filmschaffende und natürlich die Entwicklung des japanischen Films geben. Und nebenbei auch noch möglichst faszinierend sein und die Lust auf mehr wecken. Das alles will unter einen Hut gebracht werden.
Wie kam die Liste also zustande?
- Der Umfang der Liste: Es sollten genug Filme drin sein, um den oben beschriebenen guten Überblick zu ermöglichen, andererseits soll es ja eine Liste für Einsteiger sein, sie darf also nicht so lang werden, dass sie überfordert oder abschreckt. Das runde Dutzend dürfte da ganz gut passen.
- Vertretene Genres: Anime müssen natürlich dabei sein, ebenso wie Jidaigeki, Melodramen und Shomingeki, Yakuza, aber auch was aus der Exploitation-Ecke. Ich hätte auch gerne noch einen Monsterfilm untergebracht, wollte dann aber keinen von den 12 dafür opfern.
- Verfügbarkeit: Die Filme sollen nicht nur bei irgendwelchen obskuren Online-Shops aus Hongkong erhältlich sein sondern direkt bei Amazon (DE oder UK), damit sie problemlos geordert werden können.
- Historische Bandbreite abdecken: Ein Vorkriegsfilm/Stummfilm musste auf jeden Fall dabei sein. Aber welcher? Gerade die Verfügbarkeit ist in diesem Bereich ein großes Problem.
- Die wichtigsten und einflussreichsten Regisseure sollten vertreten sein: Klassiker wie Kurosawa, Ozu, Mizoguchi, Naruse, Kinoshita, der moderne Klassiker Kitano und natürlich Miyazaki für die Anime. Für viele große Namen wie Imamura, Shindo, Yamada, Teshigahara, Oshima, Masumura, Ichikawa oder Miike war leider kein Platz mehr.
Jetzt könnte ich natürlich lange jede einzelne Entscheidung für die Liste oder gegen mögliche Kandidaten begründen, aber das spare ich mir dann für die Kommentare
Wie würde deine Liste aussehen?
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27 Kommentare for "12 japanische Filme, die man gesehen haben muss"
Wirklich gar keine einfache Aufgabe. Ich habe es auch mal versucht und in meiner Liste sind auch einige Übereinstimmungen mit deiner. Trotzdem habe ich mich hier und da anders entschieden (und muss gestehen, dass ich ein paar Filme aus deiner Liste auch noch gar nicht gesehen habe). Also, nach deinem Schema:
1. Late Spring (Ozu, 1949)
2. Die sieben Samurai (Kurosawa, 1954)
3. Die Frau in den Dünen (Teshigahara, 1964)
4. Tokyo Drifter (Suzuki, 1966)
5. Die Ballade von Narayama (Imamura, 1982)
6. Die letzten Glühwürmchen (Takahata, 1988)
7. Akira (Ôtomo, 1988)
8. Prinzessin Mononoke (Miyazaki, 1997)
9. Hana-bi (Kitano, 1997)
10. Monday (Sabu, 2000)
11. Go (Yukisada, 2001)
12. The last sword – Der letzte Feldzug der Samurai (Takita, 2003)
Bei ein paar Titeln bin ich stark am schwanken. Z.B. die Entscheidung, ob man Rashômon oder die 7 Samurai wählt. Letzteren finde ich zugänglicher und daher für den Einstieg vielleicht besser, obwohl Rashômon filmhistorisch noch etwas bedeutender ist.
Tokyo Drifter ist ein anderer Fall, wo man auch einen anderen Yakuza-Film nehmen könnte. Gerade Fukasaku drängt sich auf. Übrigens auch mit “Battle Royale”, der knapp gescheitert ist.
Miike hat es auch bei mir nicht geschafft – das Gesamtwerk ist beeindruckend, aber es ist meiner Meinung nach kein einzelner Film da, der so raussticht, das er einen der anderen Filme aus der Liste verdrängen könnte.
A Story of Floating Weeds (Ozu, 1934)
Humanity and Paper Balloons (Yamanaka, 1937)
Rashomon (Kurosawa, 1950)
Ugetsu (Mizoguchi, 1953)
Sounds of the Mountain (Naruse, 1954)
A Bloody Spear on Mount Fuji (Uchida, 1955)
Fires on the Plain (Ichikawa, 1959)
Woman in the Dunes (Teshigahara, 1964)
Onibaba (Shindo, 1964)
Kwaidan (Kobayashi, 1964)
Maborosi (Koreeda, 1995)
Hana-Bi (Kitano, 1997)
Mogari no Mori (Kawase, 2007)
Von Jidaigeki, Shomingeki, traditionellen japanischen Gruselfilmen bis hin zu aktuellen Arthausfilmen ist fast alles dabei. Nur Animes und Exploitation habe ich mal ausgelassen, da kenne ich mich einfach nicht gut genug mit aus.
Respekt, exzellente Vorschläge! Sich auf 12 Filme einzuschränken ist wirklich ganz schön schwer, und einige eurer Kandidaten waren bei mir auch unter den Favoriten. Humanity and Paper Balloons zum Beispiel, oder Später Frühling, Die Sieben Samurai und Die Frau in den Dünen.
Rashomon habe ich den Vorzug gegeben, weil es zum einen der Film war, der fast im Alleingang dem japanischen Kino wieder zu Ansehen und Aufmerksamkeit verschafft hat und zum anderen, weil die Story einfach unvergleichlich zeitlos und universell ist. 24 Augen musste in der Liste auftauchen, weil er in Japan wie kaum ein anderer Film ein Stück Kulturgut geworden ist. Samurai Rebellion habe ich stellvertretend für alle die Filme ausgewählt, die sich in den 60ern kritisch mit dem klassischen Samurai-Genre auseinandergesetzt haben, und weil Toshiro Mifune hier nochmal in einer Paraderolle zu großer Form aufgelaufen ist. Außerdem ist der Film viel leichter zugänglich und nachvollziehbar als etwa Harakiri, Assassination oder Sword of Doom.
Was die Anime angeht habe ich auch lange zwischen Akira und Ghost in the Shell geschwankt, letztlich gab dann der riesige Einfluss auch außerhalb von Japan den Ausschlag (ohne Ghost in the Shell kein Matrix).
Auf euren Listen sind auch ein paar drauf, die mir nichts sagen… Was hat es denn mit A bloody spear on Mount Fuji auf sich? Oder Monday, Go und The last sword? Bin neugierig…
Zu Monday, Go und The last sword:
Sabu (Hiroyuki Tanaka) ist meiner Meinung nach einer der wichtigsten und besten japanischen Regisseure der Gegenwart. Vielleicht kennt man ihn auch als Schauspieler, z.B. als Cop in “Ichi the killer”. “Monday” habe ich auch stellvertretend für seine vielen guten Filme ausgewählt – mal wieder aufgrund der Zugänglichkeit. Mein eigentlicher Favorit wäre “Blessing Bell”, wobei der den Einsteiger vielleicht etwas ratlos zurücklässt. Beide Filme gibts übrigens zusammen in einer schicken Box von REM, womit die Beschaffung kein Problem sein sollte.
Die Story in kurz: Ein gewöhnlicher, japanischer Angestellter wacht mit einem dicken Schädel in einem Hotelzimmer auf und weiß erst einmal nicht, was geschehen ist. Während das Hotel von der Polizei umstellt wird, erinnert er sich nach und nach in Flashbacks an die wohl verrückteste Nacht seines Lebens…
“Go” ist vielleicht nicht so bedeutend, aber ich mag ihn einfach so gerne, dass er in die Liste sollte. Er erzählt die Geschichte eines Jugendlichen koreanischer Abstammung, inkl. Ärger in der Schule und der großen Liebe. Ein Film, der das Thema zainichi kritisch thematisiert, dabei aber ausgesprochen unterhaltsam und auch actiongeladen ist.
Schließlich noch “The last Sword”, vielleicht besser bekannt unter dem japanischen Titel “mibu gishi den” oder unter dem englischen “When the last sword is drawn”. Der Film spielt in der Endzeit des Tokugawa-Shogunats (und während der frühen Meiji-Zeit) und verfolgt die Shinsengumi – die Wölfe von Mibu – eine Gruppe von Samurai, die mit aller Macht das Shogunat retten wollen und sich dem finalen Kampf mit den imperialen Truppen stellen. Ein moderner jidai geki-Film über das Japan am Scheideweg zwischen “Tradition und Moderne”, der v.a. auch die edlen Samurai als einfache Menschen darstellt, die ihre Familie ernähren müssen etc.
Thematisch ist der Film somit vielleicht relativ nah an “The last samurai” mit Tom Cruise einzuordnen, jedoch deutlich empfehlenswerter. Für mich einer der besten japanischen Filme des neuen Jahrhunderts.
Alternativ kann man auch den thematisch ähnlichen Tasogare Seibei/Twilight Samurai/Samurai der Dämmerung empfehlen, der freilich eine etwas andere Geschichte erzählt und mit weniger Action auskommt.
@ Marcel
Auch eine schöne Liste mit relativ “altem” Schwerpunkt. Wusste bisher nicht, dass “Feuer im Grasland” auch verfilmt wurde. Danach werde ich mal Ausschau halten
“A Bloody Spear on Mount Fuji” ist vom Genre her wohl am ehesten dem Jidaigeki-Film zuzuordnen. Action, Humor und Spzialkritik vereinen sich hier ganz wunderbar. Dieser Text hier sollte dir einen ganz guten Überblick geben, worum es geht und warum der Film so bedeutend ist:
“Uchida’s comeback film is a key work of postwar Japanese cinema, and, like all of Uchida’s work, is unavailable in North America. (As Craig Watts notes at the end of his important essay on the film, “Either a trip to Japan or saintly patience is in order” to see it; now we can at least reward the latter.) As decisively as Kurosawa before him, Uchida broke the conventions of the chambara (sword fight film) with his witty, loose-limbed A BLOODY SPEAR AT MT. FUJI, about a samurai delivering a tea cup to Edo. SPEAR marks Uchida’s postwar return to Japanese cinema and to progressive principles, but its homecoming is strikingly ambivalent in its values. As Craig Watts has written, “Both progressive and nostalgic, humanistic and nationalistic, peaceful and violent, BLOOD SPEAR, MT. FUJI, like the Japanese experience in Manchuria, is an aggressive conglomeration of extremes.” From its shambling “on the road” opening, scored with jaunty jazz and enlivened by a flagrantly artificial setting and proliferation of incident, to its SHANE-like ending, the film takes in a remarkable range of characters and classes, of tones and traditions. Full of subplots and spin-offs, scatology, sentimentality, and social satire, this simple tale becomes a sprawling epic whose culmination – a fight to the death amongst gushing sake barrels – shocked the Japanese audiences of its time with its sheer vehemence. This was Uchida’s first work with the great period star, Chiezo Kataoka, who appeared here with his son and daughter, Motoharu Ueki and Chie. “A fine period drama with lyricism, humour, and violent emotion” (Tadao Sato).”
(cinemathequeontario.ca)
Für mich tatsächlich einer der wichtigsten japanischen Filme. Vielleicht bringt Criterion oder Masters of Cinema ja mal eine DVD von dem Werk raus, dem Bekanntheitsgrad käme das sicherlich sehr zugute…
@ The last sword
Unter dem alternativen Titel hatte ich auch schon davon gehört, aber noch nicht gesehen. Sollte ich wohl bald mal nachholen… es gibt ja in den letzten Jahren ein großes Revival klassischer Jidaigeki- und Samurai-Stoffe unter neuen Gesichtspunkten, ähnlich wie es beim Western Anfang der 90er war.
@ Bloody Spear
war mir bisher völlig unbekannt! Da sieht man mal wieder, wieviele Schätze es in der japanischen Kinogeschichte wohl noch zu heben gibt. Wie bzw. wo hast du denn den Film gesehen, wenn er anscheinend nur in Japan auf DVD erhältlich ist?
Schau mal bei eBay, da gibt es ab und an DVDs mit englischen Untertiteln. Vermutlich Bootlegs, aber immerhin. Eben habe ich noch eine Sofortkauf-Auktion gesehen bei ebay.com.
Danke, werd mich mal umtun!
Ich verfolge schon seit einiger Zeit diesen Blog. Großes Lob an den Autor; gefällt mir sehr gut, da auch ich ein ausgesprochen ausgeprägtes Faible für japanisches Kino besitze (auch wenn mein Filmgeschmack in vieler Hinsicht deutlich trivialer ausfällt als der des Blog-Erstellers). Listen finde ich immer interessant, solange eine Beschränkung besteht, also nicht wahllos drauflos empfohlen wird. Hab’ mir auch mal ein paar Gedanken gemacht, wie man möglichst prägnant und eindrucksvoll die Vielseitigkeit des japanischen Kinos aufzeigt. Dabei ist folgendes herausgekommen (ohne Wertigkeit):
01. Audition
02. Battle Royale
03. Bounce Ko Gals
04. Gaichu (Harmful Insect)
05. Lady Snowblood
06. Love Letter
07. Perfect Blue
08. Sex and Fury
09. Survive Style 5+
10. The little Girl who conquered Time (1983)
11. Uzumaki
12. Versus
Hallo Alexander und vielen Dank für deine Anerkennung, es freut mich sehr, dass dir mein Blog gefällt, auch wenn mein Schwerpunkt ein bisschen anders liegt als deiner. Aber trivial ist nur das, was einem nichts bedeutet, und im japanischen Kino gibts für mich daher eigentlich nichts triviales!
Sehr interessante Liste hast du da zusammengestellt, die kontrastiert wunderbar mit den anderen und zeigt mir mal wieder, wieviel es noch zu entdecken gibt. Uzumaki habe ich schon lange herumliegen, aber noch nicht gesehen. Love Letter und Perfect Blue sind auch ganz großartige Filme, und Lady Snowblood wollte ich auch zuerst in meine Liste aufnehmen, habe mich dann aber für Female Prisoner entschieden. Was für Filme sind denn Gaichu, Versus oder Bounce ko gals? Die sagen mir gar nichts…
Masato Haradas “Bounce Ko Gals” ist ein relativ ungeschönter, aber auch faszinierender, und vor allem überraschend unterhaltsamer Blick in die Szene des sogenannten Compensated Datings, wo sich Schulmädchen für den Preis einer Gucci-Handtasche mit älteren Männern einlassen. Ist ein recht hipper, ehrlicher Film mit sympathischen Darstellern, ohne moralischen Zeigefinger, zeigt aber auch Gefahren und die dunkle Seite eines solchen Lebensstils auf. Ist neben “Scoutman” und “Love & Pop” sicherlich der mainstreamigste Film, welcher sich mit dem Phänomen beschäftigt, was ich in diesem Fall aber keinesfalls negativ werten würde.
“Gaichu” von Akihiko Shiota ist dagegen ein ziemlich depressives, aber wunderschön gefilmtes, ruhiges Drama über ein Mädchen (Aoi Miyazaki), welches in einer lieblosen, kalten Umgebung aufwächst, Zeuge von Gewalt wird (bei anderen und bei sich selbst) und sich dadurch unaufhaltsam von ihrer eigenen Persönlichkeit und ihrer Umgebung entfremdet. Leider gibt es noch keine englisch, geschweige denn deutsch, untertitelte DVD.
Naja, und “Versus” von Ryuhei Kitamura ist ein Low+Budget Action Film, der sich sämtliche Regeln des modernen Action-Kinos verinnerlicht hat, folglich mit unglaublich kinetischer Energie über die Leinwand fegt, und dabei geschickt sein begrenztes Budget zu kaschieren weiß. Samurais, Zombies, Tarantino-typisches Gangster-Posing, Schwertkämpfe, Martial Arts und Kugelballet; eine nachvollziehbare Dramaturgie verabschiedet sich bereits in der Titelsequenz. Halt ein kultiges Spektakel, welches man sicherlich nicht jedem schmackhaft machen kann (und sollte), aber wer es liebt, der liebt es mit Leib und Seele.
Ein weiterer Versuch von mir zur Suche
” Die Kinder von Hiroshima ” in der DEFA-Synchronisation.Habe diesen Film als Kind in der DDR gesehen und dieser hat mich bis heute nicht losgelassen.Der Film lief über Progress-Filmvertrieb. Bin heute 60 Jahre alt. Habe schon eine riesige Akte zum Thema Filmsuche.Bislang alles vergebens.Kann mir jemand helfen?
Es gibt von Pioneer eine japanische DVD mit englischen Untertiteln, falls dir das weiterhilft. Ist teilweise schon out of print, aber bei Play-Asia habe ich die zu Beispiel noch gesehen. Japanischer Titel: “Genbaku no ko” bzw. “Children of Hiroshima” (int. Titel).
Von einem dt. Release auf DVD bzw. VHS weiß ich nichts.
Es gibt eine chinesische DVD von BoYing, die ohne Probleme über ebay zu haben ist. Mit englischen UT.
@ Nicht mehr ganz neuer Leser
Ich hab übers Wochenende den “Mibu gishi den” gesehen und war anfangs sehr angetan. Aber mit Yoshimuras Selbstmordangriff auf die kaiserliche Armee nahm der Film dann eine Wendung ins Unerfreuliche, jedenfalls für mich… muss demnächst eine ausführlichere Besprechung schreiben.
ich würde wahrscheinlich die Tokugawa Filme und Pinku Eiga Klassiker reinhauen… Und man vergesse Men behind the Sun nicht. ;p
1. Ran (Kurosawa, 1985)
2. Seppuku (Kobayashi, 1962)
3. Suna no onna (Teshigahara, 1964)
4. Sanshô dayû (Mizoguchi, 1954)
5. Hotaru no haka (Takahata, 1988)
6. Onibaba (Shindô, 1964)
7. Sen to Chihiro no kamikakushi (Miyazaki, 2001)
8. Dai-bosatsu tôge (Okamoto, 1966)
9. Ai no corrida (Oshima, 1976)
10. Koroshi no rakuin (Suzuki, 1967)
11. Shurayukihime (Fujita, 1973)
12. Ôdishon (Miike, 1999)
Wirklich zufrieden bin ich mit dieser, meiner Zusammenstellung aber nicht.
Es wurden schon viele sehr gute Filme genannt. Ich möchte auf ein paar weitere hinweisen:
01. Rotbart (1965, mal kein Samurai-Film von Kurosawa)
02. Boiling Point (1990, Hana-Bi wurde schon genannt, deshalb dieser hier. Er enthält eigentlich schon fast alles, was die späteren Filme ausmacht.)
03. Yentown (1996, für mich einer der besten Filme aller Zeiten)
04. Postman Blues (1997, ich halte immer gerade den Sabu-Film für den besten, den ich gerade sehe …)
05. Young Thugs: Nostalgia (1998, der schönste Miike-Film, denke ich; oder lieber der verstörendste: Visitor Q, 2001)
06. Eureka (2000)
07. 19 (2000)
08. Kairo (2001)
09. Vital (2004, oder Tokyo Fist, 1995)
10. Be with you (2004, Kitsch? Nein, wunderschön!)
11. Das Mädchen, das durch die Zeit sprang (2006, mein Lieblings-Anime)
Oh ja, sehr schön, ein paar moderne Klassiker! Yentown (oder “Swallowtail Butterfly”) war einer der ersten japanischen Filme neben den Miyazaki-Anime, die ich gesehen habe und der hat mich völlig von den Socken gehauen. Ein absolutes Meisterwerk!
Und “Eureka”… schwärm! Wenn wir schon bei den moderneren Filmen sind, würde ich unbedingt auch noch “Tony Takitani” dazu nehmen, oder hatte den schon jemand erwähnt?
Ich glaube, es wird langsam Zeit für die Liste der 100 japanischen Filme, die man gesehen haben muss
Hallo an alle Fans,
vielleicht könnt Ihr mir helfen. Ich suche nach einem japanischen Film, habe aber den Titel vergessen. Ich bin mir sicher er lief bei einem der FIlmfestivals in den letzten acht Jahren. Es geht dabei um die Wirkungen der Massenpsychose und den Faschismus in Japan.
Ein Spielfilm mit prächtigen Bildern. Leider weiß ich weder Regisseur noch Titel (ein Wort nur)….
Viel Spaß beim Raten:-)
Grüße!
Thomas Preinl
Bin (leider) zum ersten mal auf diesen Interessanten Blog gestoßen. Als glühender Verehrer des japanischen Kinos freut es mich natürlich sehr, dass es einen deutschen Filmblog speziell zu diesem Thema gibt. Und da ich es liebe Listen zu erstellen, poste ich hier gleich mal mit.
Ist natürlich sehr schwer 12 Filme zu finden, die 100 Jahre japanische Filmgeschichte repräsentieren sollen, aber auch für den Einsteiger geeignet sind…
Aber hier mein Versuch:
Humanity and Paper Balloons (Yamanaka, 1937)
The 47 Ronin (Mizoguchi, 1941)
Rashomon (Akira Kurosawa, 1950)
Früher Frühling (Ozu, 1956)
Die Frau in den Dünen (Teshigahara, 1964)
Kwaidan (Kobayashi, 1964)
Female prisoner 701: Scorpion (Ito, 1972)
Battles without Honor and Humanity (Fukasaku, 1973)
Burst City (Sogo Ishii, 1983)
Totoro (Miyazaki, 1988)
Ichi – The Killer (Miike, 2000)
Nobody Knows (Koreeda, 2004)
Na dann herzlich Willkommen! Besucher, die sich gleich mit so ner schönen Liste einführen, sind natürlich besonders willkommen
Magst du mal ein paar Worte zu Burst City verlieren? Der sagt mir nämlich gar nichts.
Danke für die netten Worte.
Burst City war glaube ich er erste (größere) Studiofilm von Amateurfilmer Sogo Ishii, sieht aber gar nicht danach aus. Zwei rivalisierende Punkbands wetteifern in einer postapokalyptisch anmutenden Landschaft um die Vormachtsstellung auf einem Schrottplatz. Sehr experimenteller und formal außergewöhnlicher “Punkfilm”. Vorläufer von Cyberpunkfilmen wie Tetsuo, ist dieser Film ein einmaliges Erlebnis für die Sinne.
Ein Film für alle Punks, und die die es werden wollen.
Gibt glaub ich ne US-DVD. Wenn man Miike oder Tsukamoto mag, ist der Film Pflicht. Und auf youtube gibts als kleinen EInblick den ofiziellen Trailer zu sehen.
Ich hätte da noch “Tampopo” als Ergänzung. Ein sehr witziger, leicht skurriler Film um eine Frau, die sich als Suppenköchin selbständig macht und von einem Fernfahrer dabei unterstützt wird.
Ach ja, und evtl. noch “Mishima”, auch wenn es keine japanische Produktion ist. Doch immerhin geht es hier um einen der wichtigsten Autoren Japans. Außerdem ist der Film sehr gut umgesetzt (da wurde aus der Zeit- und Geldnot eine Tugend gemacht). Regie führt Pauls Schrader (Drehbuchautor von Txi Driver).
toller blog. bin ein grosser fan von japan – bis dato habe ich mich aber mehr mit musik und kunst (bilder, fotografie) beschäftigt denn mit filmen. ich muss mir wohl mal einige der oben genannten anschaffen. danke für die tollen listen.
ps: der letzte film (bin auf amazon gegangen, um die inhalte nachzulesen) erinnert mich an einen französischen (oder amerikanischen) film – gab es einmal ein remake von memories of matsuko? Im film den ich meine spielte der Schauspieler von Leon, der Profikiller mit.
mein lieblingsfilm ist übrigens lost in translation – ist zwar nicht ein japanischer film, spielt aber in tokyo. mir gefallen vor allem die leisen stimmungen im film
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