Dieser Frage geht Hiroshi Tasogawas Buch „All the Emperor’s Men“ nach, und beleuchtet damit einen der spannendsten und mysteriösesten Abschnitte in Leben und Werk des großen Akira Kurosawa. Der sollte die japanischen Szenen im von 20th Century Fox produzierten Film über den Angriff auf Pearl Harbor drehen, eine internationale Zusammenarbeit die für großes Aufsehen und entsprechende Erwartungen sorgte. Doch nach einem guten Jahr wurde Kurosawa von Fox gefeuert, Kinji Fukasaku und Toshio Masuda übernahmen stattdessen die Regie. Was zu diesem unrühmlichen Ende der einst so gefeierten Zusammenarbeit führte, war in den letzten Jahrzehnten steter Anlass für Spekulationen, denen jetzt erstmals fundierte Recherche, Fakten und Interviews entgegen gestellt werden.

Autor Tasogawa war selbst an den Dreharbeiten beteiligt als Übersetzer für Kurosawa und arbeitete später als Journalist. Ideale Voraussetzungen für einen tiefen Einblick in die Hintergründe und eine anspruchsvolle, neutrale Auseinandersetzung mit dieser schwierigen Phase für Kurosawa. Ich habe das Buch noch nicht gelesen, kann also kein eigenes Urteil abgeben. Diese Rezension vom sehr geschätzten Vili Maunula verspricht aber ein großes und wichtiges Werk, siehe das Fazit:

All the Emperor’s Men is an extremely well written book, which is a joy to read and very difficult to put down. It is thoroughly researched and sets out to give out all the available facts, with Tasogawa’s ability to juggle the minute details and put them into a coherent narrative nothing short of impressive. More impressive still is that the book does not force feed the reader any specific interpretation about what or who actually went wrong. Instead, it shows that a number of factors were at play with Kurosawa’s failure to complete the Tora! Tora! Tora! project.

Ich werde mir „All the Emperor’s Men“ auf jeden Fall anschaffen und dann meine Meinung zum Besten geben. Wer bis dahin nicht warten mag, kann inzwischen schon mal selbst bei Amazon zugreifen, das Buch in der gebundenen englischen Fassung kostet 24,99 Euro.