Archive for the ‘Persönlich’ Category

Habe gerade entdeckt, dass das Bright Lights Journal seine Artikel zum japanischen Kino auch online zugänglich macht. Wer also tiefgehende, gut geschriebene Rezensionen, Interviews oder Ankündigungen neuer DVD-Sammlungen oder was auch immer nachlesen möchte, und sich an der englischen Sprache nicht stört, ist dort genau richtig.

Es werden von der von mir vergötterten schwarz-weiß-Ära bis zu Takashi Miike eine breite Bandbreite an Themen abgedeckt, die Artikel sind zum Teil aber schon mehrere Jahre alt. Ich find’s super und hab den Link auch gleich zur Blogroll hinzugefügt.

Das Hamburger Filmfest ist für dieses Jahr vorüber und meine anfängliche Enttäuschung wurde leider nicht wieder wettgemacht. Ganz im Gegenteil, sie ist noch deutlich größer geworden, was vor allem an der Programmgestaltung und Organisation lag:

  • Der Programmplan sah fast durchweg nur zwei Filme pro Tag und Kinosaal vor, Spätvorstellungen gab es überhaupt keine.
  • Ausgeprägte Europa/Nordamerika-Zentrierung, kaum Filme aus Lateinamerika (mit denen ich bisher in Mannheim sehr gute Erfahrungen gemacht habe) oder dem boomenden asiatischen Kino.
  • Ein großer Teil der Filme im Programm wurde während des ganzen Festivals nur einmal gezeigt! Gerade bei Beiträgen, die im Rahmen eines Specials wie “Finnland Deluxe” laufen und deshalb einen hohen Grad an Aufmerksamkeit genießen, ist mir das völlig unverständlich.
  • Es gab wohl Filmtalks in der Pony-Bar zum allgemeinen Austausch. Aber Möglichkeiten, die Filmschaffenden vor oder nach dem Film zu Gesicht bekommen, waren Fehlanzeige (oder so schlecht promoted, dass Sie mir entgangen sind). Die Filmtalks fanden genialerweise statt, während in den Kinos die Filme liefen.

OK, ich muss bei all der Schelte zugeben, dass ich wegen einer ekligen Erkältung ein paar Tage verpasst habe, und somit selbst Schuld bin wenn mir gute Filme entgangen sind. Aber bei einer vernünftigen Programmplanung hätte ich mir den einen oder anderen in einer Wiederholung ansehen können. Naja, vielleicht gerät das hier ja in die richtigen Hände und nächstes Jahr wird’s besser.

… denn leider laufen dort dieses Jahr keine japanischen Filme! Ansonsten wird es aber auf dem in wenigen Tagen beginnenden 14. Hamburger Filmfest sicher wieder viele interessante, wegweisende und spannende Filme zu sehen geben.

Besonders von der Länderretrospektive, die sich dieses Jahr mit dem finnischen Kino befasst, verspreche ich mir einiges. Als großer Kaurismäki-Fan und stiller Bewunderer der finnischen Kultur und Lebensweise rechne ich fest mit dem einen oder anderen, hintergründig-komischen, bitter-romantischen Kleinod.

Und beim nächsten Filmfest gibts dann vielleicht auch mal was über japanische Beiträge zu berichten.

Am Anfang war Prinzessin Mononoke.

Das grandiose Anime-Meisterwerk des genialen Hayao Miyazaki war mein erster Kontakt mit einem Film aus Japan, und hinterließ einen schwer beeindruckten Cineasten. Der zündende Funke war letztlich “Rashomon”, mit dem ja auch Akira Kurosawa (und in seiner Folge das japanische Kino insgesamt) seinen Durchbruch auf der internationalen Bühne hatte. Von nun an brannte das Feuer in mir lichterloh und das japanische Kino ist in der jüngeren Vergangenheit zu einem mich immer mehr begeisternden Hobby geworden.

Eine besondere Faszination üben dabei die Filme der schwarz-weiß Ä„ra auf mich aus; als das japanische Kino sich noch durch bestimmte Erzählformen sowie ästhetische und thematische Besonderheiten vom Weltkino abhob und Meisterregisseure wie Kurosawa, Ozu, Mizoguchi oder Naruse ihm ihren Stempel aufpägten.

Auf dieser Seite möchte ich meine Eindrücke von Filmen und erworbenes Wissen weitergeben, meine Begeisterung greifbar machen und auch ein Stück weit weitergeben. Natürlich bin ich sehr an Kommentaren, Hinweisen, Tipps und interpretativem Austausch interessiert. Ich bin mir durchaus bewusst, dass das Thema dieses Blogs etwas verdammt exotisch ist und dass mir wahrscheinlich nicht gerade die Tür eingerannt werden wird. Umso mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung kann ich dem geschätzten Leser zukommen lassen!

Viel Spaß beim Lesen und schöne Grüße

Klaus

Mein Buch über Akira Kurosawa

Akira Kurosawa ist der mit Abstand bekannteste japanische Regisseur aller Zeiten, seine Filme waren Vorbilder und Inspiration für eine ganze Generation Filmschaffender. "Zwischen Samurai und Helden des Alltags" - das Buch vom Autor des Japankino-Blogs lädt ein zu einer Entdeckungsreise in die Filmwelt des Meisterregisseurs.

oder: Das Buch gleich kaufen.

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