Archive for the ‘Gegenwartsfilme’ Category

Original: Akujo no kisetsu (1958) von Minoru Shibuya

Yashino (Eijiro Tono) ist reich, geizig und alt – aber topfit! Als ihm sein Arzt auch noch bestätigt, dass er wahrscheinlich 100 Jahre alt wird, entschließt sich seine Frau Taeko (Isuzu Yamada), etwas dagegen zu unternehmen. Ein erster Versuch mit Gas scheitert an Seita, einem plötzlich auftauchenden ehemaligen Liebhaber Taekos, der Geld braucht um sein Taxi abzubezahlen. Sie weiht ihn in ihre Pläne an und macht ihn zu ihrem Komplizen.

Doch die beiden sind nicht die einzigen, die es auf Yashinos Geld abgesehen haben: Auch Taekos Tochter Hitomi (Mariko Okada) und sein Neffe Shujiro wollen ihm an den Kragen. Immer neue Varianten, den Alten loszuwerden, denken sie sich aus, doch vergeblich. Obendrein engagiert Seita auch noch einen Auftragskiller. Als Yashino ein Wochenende in seiner Bergvilla verbringen will, kulminieren die Ereignisse und die von Geldgier Getriebenen lassen einer nach dem anderen ihr Leben.

Einige Szenen dieser makabren, schwarzen Komödie sind wirklich herrlich böse und umwerfend komisch. Der ganze Kinosaal hat sich geschüttelt vor Lachen, als der nicht besonders helle Auftragskiller beim Graben nach Yashinos Reichtümern auf eine Granate aus dem Krieg stößt und – weil er darin Diamanten vermutet – unvermutet zuerst mit einer Schaufel und dann mit dem Hammer darauf einschlägt. Begeistert hat mich an dieser Szene nicht nur die Komik des absurden, selbstmörderischen Verhaltens des Killers, sondern wie dieser vor Gier wahrhaft alles vergisst und sehenden Auges sein eigenes Ende herbeiführt.

The Days of evil Women ist in Grandscope gefilmt, Shochikus Antwort auf den Trend zu Farbfilmen im Breitbild. So hat der Film brillante Farben und selbst nach 50 Jahren noch ein großartiges Bild zu bieten, aber abgesehen von einigen Szenen in denen beispielsweise das Treppenhaus im Anwesen Yashinos das Bild ausfüllt, hatte ich nicht das Gefühl, dass Shibuya die Möglichkeiten dieses Formats wirklich ausnutzte. Was mit daran liegen mag, dass sein klassisches Terrain eher die gedrängten Städte, engen Gassen und heruntergekommenen Viertel waren (jedenfalls erscheint mir das anhand der Filme, die ich im Rahmen der Berlinale Retrospektive sehen konnte) und weniger Villen mit Gärten und offene Berglandschaften.

Umso mehr wird der Film von den Schauspielern getragen: Isuzu Yamada als frustrierte Ehefrau zu sehen, die verzweifelt ihren Mann loswerden will, sich dazu mal einschmeichelt und schnurrt wie eine Katze und mal hinterrücks die Lebensversicherung aufteilt, macht richtig Spaß. Noch mehr beeindruckt hat mich aber Mariko Okada als ihre Tochter, ein richtiges, eiskaltes und berechnendes Biest.

Eine wunderbare Komödie, bei der ich aber oft das Gefühl hatte, dass durch die Untertitel vieles verloren geht. Gerade bei Komödien spielen ja Wortwitz, Timing, Doppeldeutigkeiten, Überraschung und natürlich die Stimmlage und der Ausdruck eine besonders zentrale Rolle. Alles Aspekte, die in Untertiteln kaum lebendig und mitreißend rüberzubringen sind. Wie viel Spaß muss dieser Film erst machen, wenn man Japanisch spricht!

Original: Byakuyakou (2010) von Yoshihiro Fukagawa

1980 wird in einem Armenviertel ein Mann erstochen, verdächtigt wird eine Nachbarin, mit der er angeblich eine Affäre hatte. Kommissar Sasagaki (Eiichiro Funakoshi) ermittelt und begegnet dabei zunächst unter merkwürdigen Umständen dem Sohn des Mordopfers: Der kleine Ryoji ist im Obergeschoss des Hauses eingeschlossen und wirkt seltsam unbeteiligt angesichts der Ermordung seines Vaters. Beim anschließenden Besuch bei der Tatverdächtigen ist der Kommissar besonders von deren achtjähriger Tochter Yukiho beeindruckt, die sehr gefasst und viel ehrlicher als ihre Mutter aussagt, wichtige Hinweise liefert und nebenbei auch noch „Vom Winde verweht“ liest. Als wenige Tage später die Tatverdächtige Selbstmord begeht, wird der Fall zu den Akten gelegt, doch der Kommissar hat seine Zweifel.

Und diese Zweifel scheinen durchaus berechtigt: Im Lauf der nächsten 20 Jahre begegnen wir Yukiho (Maki Horikita) und Ryoji (Kengo Kora) immer wieder. Ryoji ist von zuhause ausgerissen und schlägt sich als Kleinkrimineller durch. Yukiho auf der anderen Seite wächst in der Obhut ihrer Tante zu einer strahlenden Schönheit heran, in der Schule bekommt sie nur die besten Noten. In regelmäßigen Abständen geschehen in Yukihos Umgebung jedoch furchtbare Verbrechen: Erst wird eine Mitschülerin, dann sogar ihre beste Freundin vergewaltigt, ein Privatdetektiv der im Auftrag der Familie ihres zukünftigen Bräutigams mehr über sie herausfinden sollte stirbt an einer Vergiftung. Kommissar Sasagaki lässt nicht locker, gräbt in der Vergangenheit, freundet sich über die Jahre mit Ryojis Mutter an und bekommt nach langer langer Zeit von ihr den entscheidenden Tipp, das alles erklärende, fehlende Puzzleteil.

Die Story klingt nach einem wirklich sehr vielversprechenden Krimi, allerdings leidet der Film an einer Reihe von massiven Problemen. Dazu gehört zunächst seine Vorhersehbarkeit: Schon nach relativ kurzer Zeit ist eigentlich klar, was hinter dem Mord an Ryojis Vater und dem „Selbstmord“ von Yukihos Mutter steckt (Achtung, jetzt kommen Spoiler!! Wer den Film noch sehen will, springt am besten direkt zum letzten Absatz). Die Ungereimtheiten um Yukiho sind zu offensichtlich, ihre Figur so exponiert angelegt, agiert so abgeklärt und erwachsen, sie muss hinter den Todesfällen stecken: Ihre Mutter hatte keine Affäre mit Ryojis Vater, es war Yukiho selbst, die er besuchen kam, denn das Mädchen wurde von der Mutter an Pädophile aus der Umgebung verkauft.

So weit, so dramatisch und erschütternd – ein toller Stoff für einen Film! Wenn nicht der Rest von Byakuyakou darauf ausgerichtet wäre, weiter Spannung aufzubauen und uns langsam an des Rätsels Lösung heranzuführen, obwohl die schon längst auf der Hand liegt. Alle paar Jahre geschehen Verbrechen, sterben Menschen und die Löcher im Plot werden immer größer und größer, denn die Macher versuchen ja weiter verzweifelt, die Zuschauer im Unklaren zu halten. Geradezu lächerlich wird es, wenn Yukihos beste Freundin genau vor einem Rendezvous Opfer einer Vergewaltigung wird, und Yukiho ihr den gutaussehenden, reichen Mann wegschnappt und ihn schließlich heiratet – ohne dass dieser sich auch nur einmal nach seiner plötzlich verschwundenen Angebeteten erkundigt hätte! Oder die Vorstellung, dass Ryoji ein perfektes Verbrechen nach dem anderen begeht, als Jugendlicher noch dazu, der sich selbst mit Prostitution und anderen Gaunereien über Wasser hält. Einfach absurd!

Doch über Unstimmigkeiten in der Story sehe ich gern mal hinweg, wenn das Paket ansonsten stimmig ist. Das viel größere Problem des Films ist die fehlende Auseinandersetzung mit den Charakteren von Ryoji und vor allem von Yukiho. Dieser Mangel ergibt sich zwangsläufig daraus, dass die Macher verzweifelt die Auflösung des Rätsels an das Filmende schieben. So es ist natürlich schwer möglich, uns die Charaktere und ihre Figuren nahezubringen und dabei gleichzeitig die Ereignisse, die diese Motive hervorbringen, auszusparen. Bei Ryoji kann man noch argumentieren, dass er im Lauf der Jahre die ganzen grausamen Verbrechen aus Liebe zu Yukiho oder aus Verpflichtung und einem empfundenen Verantwortungsgefühl begeht.

Aber über Yukiho erfahren wir überhaupt nichts. Sie wirkt die ganze Zeit wie eine eiskalte, berechnende, skrupellose, jeden manipulierende und nur auf ihren Vorteil bedachte Bestie in Menschengestalt. Doch was treibt sie an? Rache kann es nicht sein, dann müsste sie die ganzen Männer beseitigen, die ihr ihre Kindheit zerstört haben, was sie aber nicht macht. Der Wunsch, ihre zerstörte Kindheit nachzuleben, eine Ersatzfamilie zu finden? Kein Hinweis im Film. Liebt sie Ryoji? Vielleicht, aber dann könnten die beiden einfach zusammen glücklich sein, anstatt das Leben völlig unbeteiligter Menschen zu zerstören. Krankhafter Ehrgeiz und der verzweifelte Wunsch nach Anerkennung? Das käme noch am ehesten in Frage, so à la Charles Foster Kane. Nur will das nicht zu den Flashbacks passen, die Ryoji und Yukiho als glücklich spielende Kinder zeigen. Die Sache ergibt einfach keinen Sinn, es gibt keine nachvollziehbare Motivation für die ganzen grausamen Taten! Und daran scheitert letztlich der ganze Film. Schade.

Und es gibt noch ein Problem: Die Macher konnten sich anscheinend nicht entscheiden ob sie einen Krimi oder ein Melodram drehen sollten. Das wird schon im Trailer klar, man achte einfach mal auf die unwesentlichen Brüche in Musik und Bildsprache bei Sekunde 54 und bei 1:30.

Die Ursache für all diese Inkonsistenzen dürfte der Umstand sein, dass es sich bei Into the White Night um die Adaption einer TV-Serie handelt. Diese lief 2006 wohl ziemlich erfolgreich, weist aber einige grundlegende Unterschiede zum Film auf: Yukiho und Ryoji sind ein paar Jahre älter, als sie ihre Eltern umbringen, was ihr abgebrühtes Vorgehen glaubwürdiger macht.  Vor allem aber sind sie ein Liebespaar und die Serie erzählt folgerichtig in erster Linie eine Liebesgeschichte. Zudem kann es im Serien-Format durchaus gut funktionieren, in einzelnen Folgen mal die Krimi-Elemente in den Vordergrund zu stellen, ohne dass dadurch gleich die ganze Serie aus dem Gleichgewicht kommt. Der Film dagegen wirkt durch diese Mischung unfertig und alles andere als stimmig. Was wirklich schade ist, denn die Geschichte hat unbestritten ein großes Potenzial und hat ja auch als TV-Serie sehr gut funktioniert.

Der Film ist in vieler Hinsicht auch wirklich gut gemacht, atmosphärisch dicht, in ruhigen, langsamen und zurückhaltenden Bildern inszeniert und schön anzuschauen. Doch unter dieser gelungenen Oberfläche steckt einfach ein riesengroßes Kuddelmuddel, wohl weil die Macher unbedingt den Fans der Byakuyakou-Serie etwas “Neues” bieten und bisher weniger beachtete Aspekte der Story in den Vordergrund stellen mussten. Aus der Länge dieser Auseinandersetzung mit den Schwächen von Into the White Night seht ihr, dass mich dieser Film keineswegs kalt gelassen hat. Eben weil ich die Grundidee genial finde und der Film mich durchaus berührt hat, ärgern mich die Inkonsistenzen bei Plot und Charakterzeichnung ungemein. Hier war das Potenzial für was wirklich großes da, aus dem dann leider nur Durchschnitt wurde.

Original: Hatsujô kateikyôshi: sensei no aijiru (2003) von Mitsuru Meike

Das Callgirl Sachiko (Emi Kuroda) gerät in eine Schießerei und erhält eine Kugel in die Stirn. Doch statt Sachiko zu töten, hat das Geschoss einige ungewöhnliche Auswirkungen: Sinneswahrnehmungen erreichen sie manchmal nur verzögert, sie wird zu einer Intelligenzbestie und kann sogar in die Zukunft sehen. Obendrein findet sie in ihrer Tasche eine Replik des Zeigefingers von George W. Bush, die bei der Schießerei eigentlich an einen nordkoreanischen Spion übergeben werden sollte.

Der Präsidentenfinger entwickelt ein erstaunliches Eigenleben und findet Gefallen an Sachiko, die unterdessen bei einem Philosophieprofessor und dessen Familie unterkommt. Dort nutzt sie ihre erotischen Talente, um den Sohn des Hauses für seine Mathehausaufgaben zu motivieren. Lange bleibt ihr Aufenthalt dem Spion allerdings nicht verborgen, und Sachiko wird klar, was die wahre Bestimmung des Fingers ist und was der nordkoreanische Geheimdienst damit vorhat.

Glamorous Life of Sachiko Hanai Screenshot 1

Ich werde aus diesem Film nicht so recht schlau. Manchmal habe ich das Gefühl, dass hier einfach die Vermarktungsfähigkeit eines vergleichsweise öden Pinkfilms mit ein paar Seitenhieben auf Bush gesteigert werden sollte, dann wieder sehe ich darin eine hochgradig kreative und schräge Veralberung des ganzen Pinkfilm-Genres mit einer politischen Message als Krönung.

Was spricht für die erste Variante? Zunächst mal die ganzen uninspirierten Sexszenen, die nach Schema F alle Klischees des Genres abhaken: Rollenspielsex als Lehrerin mit einem Schüler, Sex mit dem verwirrten Professor, Sex mit nem Polizisten, Selbstbefriedigung im Auto, ne kleine Vergewaltigung dazwischen. Spätestens in der dritten, immergleichen Sexszene holt man sich dann mal nen Snack aus dem Kühlschrank, um die Zeit totzuschlagen.

Aber dann wird uns aus heiterem Himmel diese geniale Szene auf dem Dach eines Hochhauses um die Ohren gehauen: Sachiko wird von Bushs Finger verfolgt, der schließlich in sie eindringt. Während sie sich auf dem grünen Dach windet, dirigiert im Hintergrund Bush aus einem Fernseher heraus den Finger – Moment, wie kam der Fernseher auf das Dach? Egal! Dazwischen werden dann noch Bilder aus dem Irakkrieg und der berühmte Flugzeugträger-Auftritt Bushs montiert. Die Bildkomposition, die verschiedenen technischen und stilistischen Mittel, die Dynamik dieser Szene und natürlich die hammerharte politische Message machen diese Szene einfach extrem beeindruckend!

Glamorous Life of Sachiko Hanai Screenshot 2

Dass Sachiko Hanai so etwas wie ein Meta-Pinkfilm ist und sich heimlich über das Genre lustig macht, würde ich auch aus den augenzwinkernden Seitenhieben rauslesen, die immer wieder eingestreut sind. Angefangen gleich in der ersten Szene mit dem Typen, der gar nicht mehr aufhören kann zu ejakulieren. Oder die abstrusen Situationen, die immer wieder durch die zeitversetzte Sinneswahrnehmung Sachikos entstehen. Oder der Spion, der ihr in bester Stalker-Manier in ihrer Wohnung auflauert, sich zu ihren Handy-Fotos einen runterholt und dann aber vor lauter Langeweile anfängt, aufzuräumen und die Wäsche zu waschen.

Zu den stärksten Szenen gehört eine gegen Ende des Films. Sachiko und der Spion haben den Apparat entdeckt, der mittels Bushs Finger die Fernsteuerung der amerikanischen Atomraketen ermöglicht. Um dem Spion die Bedeutung des Geräts und den Plan der Nordkoreaner klarzumachen, greift sie nun zu denselben Motivationstricks wie zuvor in den Lehrer-Rollenspielen und zieht sich bei jedem richtig gelösten Rätsel weiter aus. Ich tendiere dazu, das für einen ziemlich cleveren – und komischen – Seitenhieb auf Standardmotive sowohl aus dem Pinkfilm als auch dem Spionagefilm zu halten…

Glamorous Life of Sachiko Hanai Screenshot 3

Also, womit haben wir es hier zu tun? Mit einem Marketingtrick, der mittels einiger pseudo-intellektueller Sprüche und ein paar Bush-Videos Kinogängern und Festivalkritikern in aller Welt einen öden Pinkfilm als große Kunst verkaufte? Oder einem visionären Meisterwerk, das mit simplen aber kreativen Mitteln eine Antikriegsagenda mit politischer Satire verbindet, sich dazu eines Pinkfilms bedient und dabei auch noch dieses Genre persifliert? Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen – aber selbst wenn das alles nur ein Marketingtrick war, dann war es auf jeden Fall ein verdammt genialer!

Blues Harp

Original: Blues Harp (1998) von Takashi Miike

In einer Nacht begegnen sich drei Menschen: Der Yakuza Kenji (Seiichi Tanabe) wird zuerst vom Mundharmonikaspieler Chuji (Hiroyuki Ikeuchi) vor seinen Verfolgern gerettet und dann von Tokiko (Saori Sekino) zusammengeflickt. Chuji hat selbst als kleiner Straßendealer mit den Yakuza zu tun und schnell entwickelt sich zwischen den beiden eine enge Freundschaft. Tokiko und Chuji verlieben sich bei einer erneuten Begegnung und werden ein Paar.

Doch während Chuji rundum zufrieden ist mit seinen kleinen Gigs in Nachtclubs und der Liebe zu Tokiko, zieht es Kenji nach ganz oben. Er intrigiert mit einem verfeindeten Clan gegen seinen eigenen Chef, um in dessen Fußstapfen zu treten. Plötzlich gerät Chuji durch einen Verrat zwischen die Fronten und Kenji muss sich zwischen seinem Freund und seinen ehrgeizigen Zielen entscheiden.

Blues Harp Screenshot 1

Die beiden Freunde könnten in ihrer Lebenseinstellung kaum unterschiedlicher sein. Auf der einen Seite der bescheidene, fast schüchterne und großherzige Chuji, der völlig im Spiel mit der Mundharmonika und der Liebe zu Tokiko aufgeht. Auf der anderen der exzessive, herrische, die Konfrontation suchende Kenji. Miike macht den  Kontrast zwischen ihren beiden Welten auch bildhaft deutlich: Chujis Welt ist farbenfroh, warm, voller Leben und Chaos, während Kenjis Intrigen in der Welt der Yakuza dagegen meist in kalten, reduzierten Bildern gezeigt werden.

Dass am Ende Kenjis konfliktbeladene, vor Gefahren strotzende Welt wie eine Naturgewalt über die heile Welt Chujis hereinbricht und Kenji bis zum Äußersten geht um seinen Freund vor den Konsequenzen zu retten, lässt sich vielleicht dahingehend deuten, dass auch Kenji sich tief drinnen nach einer solchen einfachen, heilen Welt sehnt. Doch ihm ist klar, dass er in einer solchen Welt nichts verloren hat. Das macht eine Szene deutlich, in der er sich  einen Auftritt von Chuji ansieht und sich schon nach wenigen Minuten wieder von Tokiko verabschiedet unter Hinweis auf seinen Anzug und der Entschuldigung, er wäre fehl am Platze.

Blues Harp Screenshot 2

Auch wenn Chuji der eigentliche Hauptcharakter des Films ist, bleibt Kenji doch der interessanteste. Es fällt schwer, aus dem verschlossenen Typen schlau zu werden. Seine Zuneigung zu Chuji hat von Anfang an eine ausgeprägte homoerotische Note, die er vor diesem jedoch verbirgt, so als wolle er auch damit dessen Welt vor seinem eigenen zerstörerischen Einfluss schützen. Hier findet sich denn auch die einzige Parallele zu einem weiteren Film Miikes aus dem Jahr 1998, dem sehr viel bekannteren The Bird People in China. Hier entdeckt ebenfalls ein Yakuza etwas, für dessen Schutz er bereit ist, sich aufzuopfern.

Das Ende des Films bleibt offen, mit einem gewissen Interpretationsspielraum. Zudem wird der Film von zwei kurzen Flashbacks am Anfang und Ende eingerahmt, in denen wir Chuji als Kind sehen, einmal mit seiner Mutter und einmal mit seinem mysteriösen Vater. So hat Miike auch in diesem eigentlich so schlichten und geradlinigen Film uns Zuschauern noch ein kleines Rätsel mit auf den Weg gegeben.

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Keine bedeutungsschwangeren Symbole, keine Schockeffekte oder krasse Gewalt, keine durchgeknallten, comic-haften Geschichten: Blues Harp ist einfach ein richtig guter Film mit einer spannend erzählten, intelligenten Story, sympathischen, glaubwürdigen Charakteren (sehr gut gespielt noch dazu) und einem knackigen, urig-rockigen Soundtrack, der die dichte Stimmung des Films wunderbar transportiert. Ein kleiner, wenig bekannter Rohdiamant im frühen Werk das Takashi Miike.

Diese Rezension ist Teil des Japanese Film Blogathon 2010.

Rainy Dog

Original: Gokudo kuroshakai (1997) von Takashi Miike

Von seinem Clan verstoßen, schlägt sich der vereinsamte Yakuza Yujiro (Sho Aikawa) im entfernten Taiwan mit vereinzelten Auftragsmorden durch. Wenn es regnet (und es regnet ständig), verlässt er aus Aberglaube nicht einmal das Haus. Eine Kette von Ereignissen reisst ihn dann jedoch aus seiner selbsterwählten Apathie und Isolation: Zuerst taucht eine frühere Geliebte auf, die ihm ihren taubstummen Sohn aufdrängt. Zwar ignoriert er den Jungen so gut er kann, doch nimmt er ihn schließlich aufs Land mit, wo er einen weiteren Auftragsmord begehen soll.

Dort verbringt Yujiro einige verregnete Tage mit der Hure Lily (Lianmei Chen), bevor er seinen Job erledigt – um sich anschließend zwischen allen Stühlen wiederzufinden, denn sein Auftraggeber verkauft ihn an den rachedürstigen Clan seines Opfers. Zudem ist ihm noch ein mysteriöser Japaner (Tomorowo Taguchi) auf den Fersen. Unversehens entsteht zwischen Yujiro, dem kleinen Jungen und Lily auf der Flucht und im Kampf gegen die Yakuza eine enge, fast familiäre Zuneigung.

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Der zweite Teil aus Miikes nur sehr lose durch gemeinsame Themen und Motive verbundenen Triad Society-Trilogie ist in vieler Hinsicht untypisch für das Enfant terrible des japanischen Films. Tatsächlich wirkt Rainy Dog mit seinen inhaltlichen und formalen Parallelen zu Filmen wie Sonatine oder Kikujiros Sommer eher wie ein Werk Takeshi Kitanos.

Die Kamera hält uns meist auf Distanz zu den Akteuren und abgesehen von der einen oder anderen wackligen Verfolgungsszene nimmt sie eine geradezu stoisch-unbewegliche Haltung an. Die Entwicklung der Beziehungen zwischen den Akteuren wird fast ganz auf die non-verbale Ebene verlagert, allein Lily gibt ab und zu einen Einblick in ihr Seelen- und Gefühlsleben. Yujiro ist völlig verschlossen und der Junge nunmal taubstumm. Gespräche dienen vor allem dem Zweck, die Handlung voranzutreiben. Die augenfälligste Parallele zu den Filmen Kitanos ist aber die zentrale Rolle, die einige Strandszenen für die Entwicklung der Beziehungen der drei zueinander übernehmen.

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Ungewöhnlich für Miike ist auch die Art und Weise, in der Gewalt eingesetzt wird. In seinen bekannten Filmen ist die Gewalt zumeist grotesk übersteigert, wird entweder der Schockeffekte willen oder als stilisierend-ästethisches Element eingesetzt, an der Grenze zur Glorifizierung. Hier aber ist die Gewalt dreckig, alles andere als heroisch oder ästhetisch und sehr realistisch.

Insgesamt ist der ganze Film sehr stimmungsvoll und humanistisch. Miike nimmt sich viel Zeit für seine mit den Härten des Lebens kämpfenden Figuren und geht sparsam mit den durchgeknallt-schrägen Ideen um, mit denen er sonst so gern um sich wirft. Dennoch ist der Film alles andere als vorhersehbar oder mainstreamig, dafür sorgt allein schon die rätselhafte Figur des unbekannten, von Tomorowo Taguchi gespielten Japaners, der mehrfach aus dem Nichts heraus auftaucht und dessen Motivation, Herkunft und Beziehung zu Yujiro bis zuletzt ein ungeklärtes Rätsel bleibt.

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Mich hat Rainy Dog ziemlich beeindruckt, vor allem, weil er ein weiterer Beweis für die schier unglaubliche Vielseitigkeit Takashi Miikes ist. Verglichen mit vielen seiner anderen Filmen ist dieser eher konventionell, aber selbst ein konventioneller Miike ist noch ein außergewöhnlicher Film!

Diese Rezension ist Teil des Japanese Film Blogathon 2010

Original: Haru to no tabi (2010) von Masahiro Kobayashi

Das Filmfest Hamburg ist ja sehr verlässlich: Japanische Filme spielen nie eine große Rolle, aber dafür haben sie immer den neuesten Film von Masahiro Kobayashi im Programm. Dieses Jahr lief Haru’s Journey und der hat voll und ganz für die sonstige Abwesenheit von Werken aus dem zweitgrößten Filmmarkt der Welt entschädigt, nicht zuletzt dank Altstar Tatsuya Nakadai.

Der spielt den alten Fischer Tadao, der eines Tages Hals über Kopf zusammen mit seiner Enkelin Haru (Eri Tokunaga) sein kleines Fischerdorf verlässt und sich aufmacht, seine Geschwister zu besuchen. In den Gesprächen mit seinen Geschwistern wird klar, dass Tadao ein neues Zuhause sucht, weil Haru nicht mehr mit ihm in dem kleinen Dorf leben möchte und er sich nicht allein versorgen kann. Doch niemand will ihn aufnehmen, zu schwer wiegen Streit und Fehler der Vergangenheit, die Tadao der Reihe nach von seinen Geschwistern aufs Brot geschmiert werden. Aber auch Haru wird durch die Reise klar, dass sie noch offene Wunden mit sich trägt – und dass sie Tadao eigentlich gerne bis zu seinem Tod begleiten möchte.

Wie man es von Kobayashi kennt, lässt er sich viel, viel Zeit mit der Entwicklung der Charaktere. Der Film folgt einem sehr langsamen Rhythmus, Kamerabewegungen und Schnitte werden sehr sparsam eingesetzt. Eine Szene, in der Tadao seinen ältesten Bruder besucht und sich mit ihm vor der Veranda sitzend unterhält, erinnert regelrecht an Mizoguchi mit ihrer Kombination aus Distanz und Verlagerung der Aufmerksamkeit durch Kamerabewegung statt Schnitte.

Der Auftakt zum Film ist jedoch ein Paukenschlag: Die Tür eines Holzhauses fliegt auf und heraus stürmt ein bärtiger, humpelnder, in einen wehenden schwarzen Mantel gekleideter Tatsuya Nakadai, der wutentbrannt seinen Spazierstock von sich schleudert. Ich fühlte mich unweigerlich an so manche Szene in Ran erinnert und hatte einen Moment lang einen Kloß im Hals.

Mit seinen 77 Jahren hat dieser Mann immer noch eine fantastische Präsenz auf der Leinwand, auch in einem eigentlich so ruhigen Film wie diesem. Was er allein mit seiner Stimme an Emotion und Dynamik freisetzen kann! Bei ihm spürt man ständig, wie es unter Tadaos Oberfläche brodelt und kann sich ohne weiteres vorstellen, wie dieser Sturkopf in einem Wutanfall seine Geschwister schwer verletzt und für immer entfremdet haben mag. Gleichzeitig ist er aber auch verletzlich und macht sich rührende Sorgen um seine Enkelin Haru, ist für sie sogar bereit, das größte Opfer zu bringen: Den Kotau vor seinen Geschwistern zu machen und einzugestehen, dass er Fehler gemacht hat.

Haru steht lange im Schatten des alten Mannes, bevor der Film sich dann gegen Ende schlagartig ganz um sie und ihre Probleme zu drehen beginnt und klar wird, dass diese Reise beide mit ihren Familien und sich selbst versöhnen soll. Diesen Bogen bekommt Kobayashi aber ganz wunderbar hin, auch wenn gegen Schluss vielleicht ein bisschen viel Tränen fließen. Was aber auf mich nicht aufgesetzt gewirkt hat. Ein sehr empfehlenswerter Film über Familienbande, mit dem Masahiro Kobayashi daran erinnert, dass er zu den großen und viel zu unbekannten Regisseuren seines Landes zählt.

Symbol

Original: Shinboru (2009) von Hitoshi Matsumoto

Leider hab ich es dieses Jahr auf dem Fantasy Filmfest nur zu einem Film geschafft, aber der war ein Volltreffer! Mit Symbol legt Hitoshi Matsumoto eine noch absurdere, irrwitzigere Komödie vor als es sein Der große Japaner schon war.

Ein Mann (Hitoshi Matsumoto) wacht eines Morgens in einem blaugrauen, leeren Raum auf, aus dessen Wänden die Familienjuwelen von unendlich vielen Putten hervorragen. Wie nicht anders zu erwarten, erwecken diese vielen kleinen Pimmel seine Neugier und er stellt fest, dass jedesmal, wenn er einen davon drückt, etwas in seinem Raum passiert: Mal fängt es an zu regnen, mal bekommt er Sushi, mal eine Vase. In einem parallel verlaufenden Strang wird uns unterdessen die Geschichte eines mexikanischen Wrestlers erzählt, die irgendwann aus heiterem Himmel massiv von dem Mann mit den Pimmeln beeinflusst wird – wie auch das Schicksal der ganzen Welt!

Im Prinzip stellt Symbol so etwas wie den gegenläufigen Ansatz zum Großen Japaner dar: Wurde damals ein Superheld in unglaublich normalen und langweiligen Situationen gezeigt, wird nun ein ganz normaler Mann in eine völlig unglaubliche Situation geworfen. Allein deshalb liegt der Schluss nahe, dass Symbol einen größeren, offensichtlicheren Unterhaltungswert hat. Hm, das könnte die Untertreibung des Jahres sein, der Film ist nämlich gespickt mit urkomischen, völlig überraschenden Situationen und macht verdammt viel Spaß!

Er regt aber auch zum Nachdenken an und kann durchaus auch sehr pessimistisch-negativ interpretiert werden. Aber da jegliche Form von Interpretation an dieser Stelle und zu diesem Zeitpunkt massive Spoiler enthalten würde, verkneife ich mir das jetzt, in der Hoffnung, dass der Film bald auch auf DVD erscheint (go, rem, go!)

Der Mann, auf dessen Mist dieser ganze Wahnsinn wuchs, ist Hitoshi Matsumoto, in Japan ein Star-Comedian, der  unter dem Namen “Mat-chan” zusammen mit Masatoshi Hamada das Duo Downtown bildet. 1982 traten die beiden erstmals gemeinsam im Fernsehen auf, durchgestartet sind sie aber erst Ende der 80er Jahre. Diese etwas längere Anlaufphase hat wohl nicht zuletzt an ihrem ungewöhnlichen Stil gelegen, mit dem sie die Welt der Standup-Comedy in Japan (Manzai) revolutionierten.

Mit diesem Hintergrund und seinen beiden bisherigen Filmen ist Matsumoto auf dem besten Wege, die Nachfolge von Takeshi Kitano anzutreten, der seine Karriere ebenfalls als Teil eine Manzai-Duos begann und nicht zuletzt mit Filmen voll abstruser Situationen Kritiker und Publikum gleichermaßen überzeugte. Ich kann Symbol jedenfalls jedem nur wärmstens ans Herz legen und bin schon sehr gespannt, was sich Matsumoto als nächstes einfallen lässt.

Original: Otoko wa tsurai yo (1969) von Yoji Yamada

20 Jahre, nachdem der Tramp Torajiro Kuruma (Kiyoshi Atsumi), genannt Tora, im Streit von zuhause ausriss, kehrt er in seine Heimat Shibamata, einen Arbeitervorort von Tokyo, zurück. Das tränenreiche Wiedersehen mit Onkel und Tante, vor allem aber seiner jüngeren Schwester Sakura (Chieko Baisho), wird jedoch schon bald überschattet von einem heftigen Streit: Auslöser ist Tora selbst, der sich bei einem Ehevermittlungstreffen so katastrophal aufführt, dass die Familie des Bräutigams Sakura entsetzt absagt. So macht Tora sich wieder auf die Reise.

Wenig später treffen ihn jedoch Gozensama (Chishu Ryu), der Priester aus Shibamata, und dessen hübsche Tochter Fuyuko in Kyoto, wo Tora sich als Fremdenführer durchschlägt. Natürlich verliebt der sich vom Fleck weg in Fuyuko und kehrt mit ihr und ihrem Vater nach Shibamata zurück, wo er auf Umwegen auch gleich seinen Fehler wiedergutmacht und die Hochzeit Sakuras mit einem stillen Verehrer aus der Nachbarschaft einfädelt. Ihm selbst bleibt das Liebesglück allerdings versagt.

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Dieser Film war der Auftakt zu einer der langlebigsten und vielteiligsten Filmreihen der Geschichte, bis 1995 folgten noch 47 weitere Filme, alle im Großen und Ganzen mit demselben Team und nach demselben Strickmuster: Tora-san kehrt zu seiner Familie zurück, richtet in seiner gutmütig-dämlichen Art mehr oder weniger großes Chaos an (Handlungsstrang 1) und verliebt sich unglücklich in eine Frau, die natürlich ein paar Nummern zu groß für ihn ist (Handlungsstrang 2). Am Ende macht er sich dann wieder auf die Socken.

Ich habe bisher die ersten vier Filme der Reihe gesehen und davon ist der erste eindeutig der beste. Es gibt darin einige Szenen, die zum lustigsten gehören, was mir in japanischen Filmen begegnet ist, vor allem dank des oft völlig abstrus-unangebrachten Verhaltens von Tora. Tränen gelacht habe ich beispielsweise in der Wiedersehensszene mit Sakura, die ihren lange verschollenen Bruder erst nicht erkennt. Als es dann doch bei ihr Klick macht, setzt natürlich die handelsübliche melodramatische Streichermusik ein, alle brechen in Tränen aus, nur Tora meint: “Ich muss jetzt mal Pissen!”

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Auch wenn die Nebendarsteller wie Chieko Baisho oder Chishu Ryu ihre Rollen wunderbar ausfüllen, stehen sie doch alle im Schatten des den Film völlig dominierenden Kiyoshi Atsumi als Tora. Ich habe Atsushi vorher nur einmal gesehen, in Home from the sea, ebenfalls von Yoji Yamada. Dort spielt er einen Fischhändler, einen ähnlich wie Tora veranlagten, gutmütig-lustigen, allseits beliebten aber tragischen Typen, der jedoch viel ruhiger und “normaler” daherkommt.

Mit Tora dagegen schufen Atsumi und Yamada eine Naturgewalt, einen unverwechselbaren Charakter für die Ewigkeit: Geschwätzig, lustig, teilweise extrovertiert bis zur Unerträglichkeit, faul und egozentrisch, gutmütig, tollpatschig, nicht gerade der Hellste, launisch, hilfsbereit und großzügig und sehr sentimental – ein manngewordener kleiner Junge. Dazu passen auch seine hilflosen und von vornherein zum Scheitern verurteilten Liebesavancen an seine jeweils Angebetete, die so unschuldig-schüchtern sind, dass den Frauen oft gar nicht klar ist, dass er in sie verliebt ist.

Tora san Screenshot 5

Ganz vortrefflich eingefangen ist in den Filmen auch das Japan der frühen Wirtschaftswunderjahre, als es auf der einen Seite noch einfache Händler und Arbeiter wie Toras Familie und Freunde gab, die sich mit harter Arbeit und einfachsten Mitteln irgendwie durchschlugen, und auf der anderen eine aufstrebende Mittelschicht, die in französischen Restaurants isst und Hawaii als Reiseziel entdeckt. Toras Welt ist das nicht, und wird es auch nie sein.

Die Serie spiegelt durch ihre lange Laufzeit ja auch ein Stück weit die Nachkriegsgeschichte Japans und die atemberaubende Entwicklung zu einem der reichsten Länder der Welt wider. Daher würde ich gerne noch einige der späteren Tora-san-Filme aus den 80ern und 90ern sehen. Die Figur des Tora muss im supermodernen Japan  dieser Jahre eigentlich total deplatziert wirken und es würde mich sehr interessieren, was Yamada und Atsushi mit der Figur in diesem völlig veränderten Umfeld anstellen.

Tora san Screenshot 1

Alle 48 Filme muss ich aber wirklich nicht gesehen haben, dazu folgen sie zu sehr dem oben beschriebenen, immer gleichen Schema F und auch die Gags fangen ab dem dritten, vierten Film an, sich zu wiederholen. Den ersten und zweiten Teil kann ich jedem allerdings wärmstens empfehlen und ich hoffe auch noch auf das Erscheinen weiterer Filme der Reihe, denn ich bin total neugierig, ob Tora auch in den 90ern noch diesen furchtbaren karierten Zweireiher trägt. :-D

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