31 Mrz
Nicht nur, dass dort Filme und Serien überwiegend im Original gezeigt werden (sowohl im Kino als auch im TV), was einerseits einfach ein viel besseres Filmerlebnis bietet und andererseits auch noch beim Lernen von Englisch hilft. Nein, dort kommen doch tatsächlich auch Ghibli-Klassiker im Kino, einfach so!
Da war ich letzte Woche in Finnland bei einem alten Freund zu Besuch und denke mir beim morgendlichen Blick in die Zeitung “Das ist doch ein Bild aus Porco Rosso!” Tatsächlich lief der Film im Kino, ich hab natürlich sofort alle Pläne für den Nachmittag über den Haufen geworfen und meinen Kumpel Antti mitgeschleppt. Und es ist einfach ein gaaaanz anderes Erlebnis als zuhause ne DVD einzulegen, auch wenn man vom japanischen Original und den finnischen und schwedischen Untertiteln kaum was versteht!
Achja, Sauna ist in Finnland natürlich auch um Dimensionen besser
20 Jan
Letztes Jahr war ich mit meiner Dauerkarte und viel Begeisterung auf dem 8. Japanischen Filmfestival hier in Hamburg unterwegs und habe über die gesehenen Filme und das eine oder andere Erlebnis drumherum so ausführlich ich konnte berichtet. Abschließend war ich damals mit den Filmen sehr zufrieden, hatte aber noch ein paar Anregungen, besonders was die Verbesserung der Festival-Website anging. Tja, und die kann ich jetzt selbst umsetzen, ich bin inzwischen nämlich offiziell im Organisationsteam und natürlich für die Website zuständig. Ich konnte ja meine Klappe nicht halten…
Am Freitag war das erste große Treffen, auf dem einiges zur Organisation besprochen und noch offene Aufgaben verteilt werden sollten. Das war natürlich sehr spannend, aus der Zuschauerrolle in die eines unmittelbar Mitwirkenden zu wechseln! So informiert kann ich an dieser Stelle schonmal ankündigen, dass das Festival etwas später beginnen wird als in der Vergangenheit, voraussichtlicher Starttermin ist der 28. Mai 2008. Und es werden etwas weniger Filme laufen als 2007, Feedback vieler Besucher war wohl, dass man sich von der Vielfalt etwas überfordert fühlte.
Ansonsten? Es wird wohl noch jemand gesucht, der die Kopiekontrolle übernimmt (also die Filmkopien entgegennehmen, in die Kinos schaffen und zum Verleiher zurück- bzw. zum nächsten Festival weitersenden). Eine ziemlich verantwortungsvolle Aufgabe, die viel Zeit in Anspruch nimmt, aber auch sehr interessant ist weil man mit vielen Leuten aus der Branche in Kontakt kommt. Wäre ich nicht mit der Website schon gut ausgelastet, würde mich das ganz schon reizen. Wer Lust hat, mitzumachen, ich vermittele gern den Kontakt! Vielleicht könnte man da auch ein Praktikum drumherum stricken?
22 Dez
Hiermit verabschiede ich mich in den Weihnachtsurlaub! Natürlich nicht, ohne euch für die langen, dunklen Feiertage ein paar Filmtips mit auf den Weg zu geben. In Kurosawas Werk finden sich einige Filme, die exzellent in die weihnachtliche Stimmung passen, etwa Ein wunderschöner Sonntag, Rotbart oder Madadayo. Auch Kinoshitas Vierundzwanzig Augen könnte ich empfehlen, hier wird aber schon recht heftig auf die Tränendrüse gedrückt.
Von den zeitgenössischen Filmen kämen Takeshi Kitanos Dolls ebenso wie Kikujiros Sommer in Frage, oder auch Hirokazu Koreedas Hana yori mo naho. Und natürlich Love Letter von Shunji Iwai! Wer es eher mit den Anime hält, könnte mal wieder zu Kikis kleiner Lieferservice greifen, oder The Place promised in our early Days, oder vielleicht Isao Takahatas Only Yesterday. Und natürlich Tokyo Godfathers von Satoshi Kon!
So, dann wünsche ich euch jetzt noch ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr! Wir lesen uns dann 2008 wieder!
10 Dez
…ja, die sind manchmal wahrlich sehr unergründlich! Vor einiger Zeit beispielsweise landete – während ich nichtsahnend meiner Arbeit nachging – aus unerfindlichen Gründen eine Mail in einer unserer Support-Queues. Der Betreff ließ mich gleich hellhörig werden: Da stand etwas von Dreharbeiten zu einer deutsch-japanischen Koproduktion. Sogleich fischte ich das gute Stück aus der Queue, verfrachtete es in meine persönliche Mailbox und nahm es beizeiten genauer unter die Lupe.
Es handelte sich um eine Presseinformation des Inhalts, dass im Allgäu die Dreharbeiten zu der deutsch-japanischen Koproduktion Der rote Punkt anstünden. Weitere Informationen dazu fand ich auf der Website der das Projekt betreuenden Münchner Filmwerkstatt, inklusive der maßgeblich beteiligten Personen. Und wie es der Zufall HERR so wollte, hatte der Produzent des Films ein Profil auf eben jener Networking-Plattform, bei der ich meine Brötchen verdiene.
So war der Kontakt schnell hergestellt und ein Interview mit dem Produzenten Martin Blankemeyer und Regisseurin Marie Miyayama vereinbart, das gerade in der Review-Phase ist und das ihr demnächst hier jetzt lesen könnt. Und das alles wegen einer fehlerhaft zugestellten E-Mail!
Auf den Einlass zu Hou Hsiao-hsiens wunderbarem A summer at grandpa’s wartend griff ich zur im Kino ausliegenden aktuellen Ausgabe von Schnitt und blätterte ein wenig. Allein der Umstand, dass es tatsächlich noch Kinos gibt, in denen alte Filme von Hou Hsiao-hsien gezeigt werden und die Schnitt ausliegt, verlieh mir in diesem Moment ein gewisses Glücksgefühl. Beim Blättern stieß ich dann zu meiner Freude auch noch auf den Artikel “Animierte Träume”, in dem Paprika und The place promised in our early days (völlig zu Recht) hoch gelobt werden. Die Autoren gehen dann auch noch kurz auf Goro Miyazakis in wenigen Tagen in Deutschland startenden Gedo Senki ein, den sie als ziemlich gewöhnlich abkanzeln, um natürlich im selben Atemzug auf das nächste Werk von Miyazaki Senior zu verweisen.
Da passierte es, im letzten Satz des Artikels: Ein kleiner, fehlender Buchstabe im Titel dieses neuen Werks ließ meine angesichts der wohlwollenden Aussagen zu einigen großartigen Animes entstandene Hochstimmung in sich zusammenfallen wie ein Soufflé! Pony on a cliff stünde nächstes Jahr zur Veröffentlichung an. Seitdem versuche ich mir einzureden, dass es sich dabei nur um einen Vertipper handelt und nicht um miese Recherche, die aus der Goldfischprinzessin Ponyo ein ordinäres Pony gemacht hat.
Und zwar von mir persönlich! Also wer aus Berlin ist und mich kennenlernen möchte, oder wem ich herzlich egal bin und sich einfach nur für Akira Kurosawa interessiert: Diesen Freitag, dem 05. Oktober 2007, um 17.30 Uhr ins Japanisch-Deutsche Zentrum kommen, ganz in der Nähe der FU. Die genaue Adresse lautet Saargemünder Straße 2, und die Deutsch-Japanische Gesellschaft, die das ganze veranstaltet, bittet um Anmeldung bis Donnerstag. Aber ich würde einfach mal sagen, wer will kommt rein.
Und wer wissen möchte, ob sich das lohnt, dem empfehle ich meinen auf eben diesem Vortrag basierenden Essay, der als pdf-Download zur Verfügung steht.
Noch in dieser Woche wechsle ich Job und Arbeitgeber, eine Veränderung in meinem Berufsleben, die bei aller Freude über die neue Herausforderung natürlich auch Auswirkungen auf mein Privatleben haben wird. In den ersten Wochen und Monaten im neuen Job werde ich sicherlich einige Zugeständnisse machen müssen, um erstmal in der neuen Umgebung richtig Fuß zu fassen. Darunter wird dann auch der Blog leiden, denn den (doch ganz erheblichen) Aufwand an Zeit, den ich inzwischen fürs Bloggen verwende, werde ich wohl nicht beibehalten können. Deshalb gehe ich davon aus, dass in der nächsten Zeit auch mal eine Woche ganz ohne neuen Artikel vergehen kann.
Aber auch was die Themen meiner Posts angeht, werde ich Konsequenzen ziehen. In der letzten Zeit habe ich mich ja mit einer großen Bandbreite vom klassischen Mizoguchi über den spektakulären Miike bis hin zu Anime-Serien beschäftigt, was eigentlich auch meinem breiten Interesse an der Kinokultur und Filmszene Japans entspricht. Mangels Zeit werde ich mich hier aber etwas einschränken und in der näheren Zukunft – notgedrungen – nun wieder stärker auf die Wurzeln, sprich: die Klassiker, besinnen.
Einige meiner geschätzten Leser werden das sicher gern hören!?
Heute ist ein schwerer Tag für mich, ich muss wirklich ganz stark sein, denn ich werde 30! Jetzt kann ich mir zwar den Spitznamen “Sanjuro” zulegen, aber so wirklich glücklich macht mich das auch nicht. Aufmunternder war da schon eine sehr liebe Glückwunschkarte von Freunden, die ich heute morgen aus dem Briefkasten gefischt habe:
Wir stehen dir an deinem schweren Tag natürlich seelisch und moralisch bei und verkneifen uns jeglichen dummen Spruch über dein fortgeschrittenes Alter. Daher senden wir einfach herzliche Geburtstagsgrüße und wünschen uns, dass du so bleibst, wie du bist: jugendlich-attraktiv, welt- und redegewandt, unglaublich sexy und erfolgreich – aber vor allem: immer ein wenig älter als wir…
Die habens wirklich drauf, erst Bauchpinselei vom allerfeinsten und dann im Nachgang, wenn man nicht mehr damit rechnet, noch mal schön im Vorbeigehen den Ellbogencheck rausholen!
Um erst gar keine Depressionen aufkommen zu lassen, möchte ich mir heute noch selbst einen blogbezogenen Wunsch erfüllen, und zwar ein Filmquiz, das ich im Lauf des Tages starten werde. Angesichts der besonderen Umstände hat sicher jeder Verständnis, dass es sich in diesem Fall auch mal um nicht-japanische Filme handeln darf, oder?
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Symbol (1):- tabibito: Habe Symbol neulich auch gesehen… und fand ihn, für mich zumindest, sehr viel ergiebiger als Dainipponjin. Ein...
Lady Snowblood (7):