21 Sep
Das zweite Jahr Japankino ist voll, höchste Zeit für ein erneutes Fazit (Zeit zum Feiern hab ich sowieso nicht). Zunächst ein paar harte Zahlen:
Klarer Negativpunkt bei dieser Bilanz ist die viel zu niedrige Zahl an Filmbesprechungen. Nur 31 sind neu dazugekommen, also im Schnitt eine alle 12 Tage. Dazu passt auch, dass ich von den 5 großspurig angekündigten Klassikern nur 3 auch tatsächlich vorgestellt habe. Sword of Doom und Swallowtail Butterfly habe ich nicht geschafft, werde das aber so schnell wie möglich nachholen. Diese Entwicklung hängt sicherlich auch damit zusammen, dass meine Ansprüche gestiegen sind. In den frühen Tagen dieses Blogs waren die Kritiken oft ziemlich kurz, und die Mühe mit den Screenshots habe ich mir auch nicht gemacht. Trotzdem, ein bisschen mehr hätte es schon sein dürfen, schließlich geht es hier ja im Kern um Filme!
Hauptgrund dürfte aber ganz klar der Faktor Zeit gewesen sein. Das zweite Jahr hier im Blog fiel fast genau zusammen mit meinem ersten Jahr im neuen Job, und das hat sich schon bemerkbar gemacht. Hinzu kam dann etwa seit März/April das Engagement fürs JFFH, das es mir zwar einerseits ermöglicht, meine Freude an japanischen Filmen noch mehr auszuleben, das andererseits aber auch viele Nacht- und Wochenendschichten beansprucht hat, in denen ich sonst gebloggt hätte. Jede Medaille hat eben zwei Seiten…
Dafür habe ich immerhin was Yasujiro Ozu angeht Wort gehalten, eine Handvoll seiner Filme vorgestellt und zaghaft begonnen, mich mit seiner Einzigartigkeit in Stil und Konzept zu beschäftigen. Da gibts aber immer noch viel zu entdecken! Ganz unter den Tisch gefallen sind dafür die Ideen für technische Änderungen am Blog, was vor allem damit zusammenhängt, dass Japankino noch auf einer uralten Wordpress-Version läuft und ich mich einfach nicht aufraffen konnte, ein Update durchzuführen. Sobald die Version 2.7 raus ist, muss das aber endlich mal sein!
Was steht nun an für das dritte Jahr?
Wie oben schon angesprochen: Wieder mehr Filme! Außerdem möchte ich gerne den Umstand, dass ich nun seit ein paar Monaten intensiv beim Japanischen Filmfest Hamburg mitwirke, nutzen und öfter mal einen Blick hinter die Kulissen geben. Zudem das eben erwähnte Software-Update, wahrscheinlich verbunden mit einem neuen Design, damit wieder etwas frischer Wind in den Blog kommt. Allererste Priorität haben aber Reviews zu den folgenden Filmen:
Hoffentlich klappt das diesmal!
2 Sep
nur zwei Artikel habe ich in den letzten zwei Wochen zustande gebracht!
Woran liegts? Zum einen nimmt mich der Job derzeit ziemlich in Beschlag, aber das konnte mich in der Vergangenheit in den seltensten Fällen vom Bloggen abhalten. Viel schwerer wiegt da schon das JFFH, bei dem ich inzwischen schon recht weit in die Organisation eingebunden bin. So war ich letzte Woche beispielsweise als Festivalvertreter auf einem Informationstreffen im Hamburger Rathaus, bei dem wir unsere Pläne und Ideen für das nächste Jahr vorgestellt haben. Die Kulturbehörde der Stadt ist ein wichtiger Förderer des Filmfestes, und das soll auf jeden Fall auch so bleiben!
Und dann werde ich am Freitag (5. September) mal wieder in Sachen Kurosawa unterwegs sein und meinen Vortrag halten, dieses Mal in Speyer im Rahmen der Samurai-Ausstellung des Historischen Museums der Pfalz (die ich übrigens wärmstens empfehlen kann, läuft noch bis 5. Oktober). Wer also in der Region Mannheim/Ludwigshafen/Karlsruhe zuhause ist, ist herzlich eingeladen, sich von mir ab 20 Uhr volllabern informieren zu lassen. Den Schwerpunkt werde ich dieses Mal – passend zum Ausstellungsthema – eher auf Kurosawas Jidaigeki legen und dazu ein neues Kapitel einfügen, in dem dann Yojimbo, Sanjuro oder Die verborgene Festung vorkommen.
5 Mai
Am Wochenende wurde mein Kurosawa-Essay zum 500. Mal heruntergeladen! Das Dokument hatte ich am 11. März 2007 eingestellt, also vor 410 Tagen. Macht somit 1,22 Downloads am Tag, womit ich niemals gerechnet hätte. Wenn ich jetzt noch tracken könnte, wieviele der heruntergeladenen Essays auch tatsächlich gelesen werden…
Und noch eine zweite, wenn auch nicht ganz so erfreuliche Zahl: 10.000 Spamkommentare hat Akismet für mich seit dem Start des Blogs herausgefischt. Ich verbeuge mich in tiefster Dankbarkeit!
Die Liste der Kategorien ist inzwischen kräftig angewachsen, so dass sie langsam anfangen etwas unübersichtlich zu werden. Besonders die Regisseurnamen sind nicht mehr so ohne weiteres zu finden, weil ich sie bisher immer nach dem Muster “Vorname Nachname” benannt habe und sie daher nach den Anfangsbuchstaben der Vornamen sortiert waren. Das ist aber nicht so wirklich praktisch, glaube ich.
Daher werde ich heute auf die Original-japanische Reihenfolge “Nachname Vorname” umstellen. Das hat auch gleich den praktischen Nebeneffekt, dass die Miyazaki-Kategorie dann zwischen “Miike” und “Mizoguchi” steht, und nicht wie bisher zwischen “Hamburg” und “Hiroshi Teshigahara”. Ein kleiner Schritt für den Blog, hoffentlich ein großer für den Gelegenheitsbesucher!
24 Nov
Seit gestern Abend läuft die Kiste wieder! Jetzt muss ich noch diverse Software installiern, dutzende Mails beantworten und dann wird wieder in die Hände gespuckt gebloggt. Stehen ja auch ne Menge Themen und Posts an, weiter gehts als nächstes mit dem versprochenen Update zu Die Schwestern von Gion. Da hatte ich ja den Text schon fertig und dann kam der große Blackout… aber keine Sorge, alles gespeichert!
17 Nov
Nach dem Debakel vom letzten Wochenende bin ich glücklicherweise schnell bei Ebay fündig geworden, und gerade wurde das Motherboard samt Athlon 64 4000+, Speicher und einer Radeon 9550 geliefert. Die Grafikkarte bräuchte ich eigentlich nicht, aber die hat praktischerweise zwei Ausgänge, einen DVI und einen analogen, ich könnte zukünftig also beispielsweise parallel einen Beamer anschließen…
Damit ist dann auch ein Ende des Schweigens hier im Blog in Sicht, wenn ich mal davon ausgehe, dass die Teile in Ordnung sind und beim Einbau keine größeren Probleme auftreten. In den nächsten Tagen gibts dann auch endlich wieder was über japanische Filme zu lesen!
11 Nov
Nichtsahnend sitze ich eben an meinem Rechner, da wird plötzlich der Bildschirm schwarz. Monitorkabel gecheckt – alles in Ordnung. Reboot ändert auch nichts an der Situation, nichts passiert. Erstmal ausschalten. Wieder einschalten. Nichts. Gar nichts, nicht mal das übliche Piepen!
Ich gehe daher davon aus, dass ich mir jetzt ein neues Motherboard besorgen darf, das alte ist offenbar in die ewigen Jagdgründe eingegangen. Diese Zeilen hacke ich gerade über mein 8 Jahre altes Laptop (!) in den Blog, das ist aber so kein Zustand. Bis ich also das Motherboard ersetzt habe und alles wieder läuft, herrscht hier leider vorübergehend Sendepause.
Nach dem Blick auf das vergangene Jahr und der kritischen Auseinandersetzung mit Zielen, Hoffnungen und dem Erreichten folgt nun der Ausblick auf das nächste Jahr. Ich habe mir einige Dinge vorgenommen, kurzfristiges und langfristiges ebenso wie inhaltliches und technisches. Entsprechend lässt sich die ToDo-Liste auf drei Bereiche herunterbrechen: Was ich am Blog selbst verändern und verbessern möchte (hier steht vor allem das Basteln an der Wordpress-Installation im Zentrum), was ich an den Inhalten verändern oder neu aufgreifen möchte sowie ein fünfteiliges Special, das in den nächsten Tagen und Wochen auf dem Programm steht.
Die Technik:
Ich grübele schon lange über eine Möglichkeit, die Blogposts auch in anderen Sprachen anzubieten. So weiß ich, dass ich eine Reihe von Besuchern aus Übersee (sowohl USA wie Japan) habe. Und viele der relevanten Blogs zum Thema werden auf Englisch geführt, so dass ich mir von einem solchen Schritt nicht zuletzt eine bessere Vernetzung erhoffe. Es gibt verschiedene Plugins zur Verwendung mehrsprachiger Posts, und sogar eine Möglichkeit der Open-Source-Übersetzung. Muss mir dazu noch Gedanken machen.
Auch würde ich gern, vor allem für die vielen Besucher, die über eine Suchmaschine aufs Blog kommen, eine Auswahl relevanter oder thematisch verwandter Artikel anzeigen lassen. Wordpress-Plugins dazu gibt es verschiedene und ich kenne auch einige Blogs, die das machen. Richtig damit befasst habe ich mich bisher aber noch nicht. Kann jemand einschlägige Tipps geben?
Die langfristigen Inhalte:
Finally! It’s Ozu-time! Ich möchte mich endlich auch mit dem unter Cineasten vielleicht meistgeschätzten Regisseur der klassischen Periode, Yasujiro Ozu, beschäftigen. Da wird definitiv einiges kommen, Ozu könnte das große Thema der nächsten 12 Monate werden, schließlich gibt es auch reichlich Literatur zu diesem außergewöhnlichen Regisseur. Im Zusammenhang damit möchte ich gern die Kategorie Buchtipp verstetigen und ausbauen, ähnlich wie ich das bei der Blogschau schon gemacht habe.
Sehr schick wäre auch ein Co-Autor, der sich mit Gebieten beschäftigt, auf denen ich nicht so bewandert bin, wie etwa Genre-Filme (Yakuza, Monster, Samurai). Da hab ich aber nunmal wenig Einfluss drauf. Wer interessiert wäre, soll sich einfach melden, es muss ja keine regelmäßige Mitarbeit sein, ich wäre auch für Gastbeiträge immer offen.
Außerdem habe ich folgende Filmrezensionen auf dem Zettel, die im nächsten Jahr auf jeden Fall anstehen:
Das Jubiläums-Special:
Ich werde in den nächsten Tagen und Wochen fünf Besprechungen von bekannten Filmklassikern aus der Frühphase des Blogs komplett überarbeiten und – unter anderem um Screenshots – ergänzen. Vier davon hab ich mir ausgesucht, über den fünften entscheidet ihr!
So, jetzt wisst ihr Bescheid, was ich mir so alles vorgenommen habe. Fehlt was? Ich greife gern Ideen und Vorschläge auf. Obwohl, allein die bisherige Liste dürfte schon richtig in Arbeit ausarten!
Neue Kommentare
12 japanische Filme, die man gesehen haben muss (49):- TommyTom: Ich liebe japanische Filme, vor allem Klassiker oder neuere die sich mit dem alten Japan beschäftigen. Kenne viele aus...
Das Beste der anderen – Dezember11 (1):